Dienstag, 13. Januar 2009

take a picture

Es ist so befreiend zu sehen
Dass alle Menschen sich hier verstehen
Die Lichter sind leicht heruntergedreht
Zum Schlafen gehen ist es zu spät
Eine Discokugel, die sich dreht
Jemand, der spricht
Zufriedenheit in jedem Gesicht
Alle, wie sie wollen
Keiner muss irgendwas sollen
Wir gehen in die Vollen
Und die Worte werden rollen
Sind die Augen auch verquollen
Mein Stil ist geschwollen
Doch das ist ganz und gar
Denn ich bin mir selbst so nah
Überschwenglich
Allumgänglich
Ich habe ausgeblendet, was morgen Früh ist
Viel interessanter ist doch, wer du jetzt grad bist
Im Einklang
Ein Blickfang
Ausdruck belegt den höchsten Rang
Und die Erfüllung widersetzt sich dem Zwang

transformer

Das war noch nicht alles, nein da kommt noch mehr
Komm einfach mal mit zu mir hierher
Du musst dich nur trauen
Aufhören deine Impulse zu verbauen
Und endlich beginnen, dahinter zu schauen
Lass die Anderen ruhig machen
Das sind doch sowieso nur belanglose Sachen
Mehr Farben
Mehr Melodie
Entwickel' deine Gaben
Jetzt
Sonst lernst du es nie
Ich warte auf dich bis zuletzt
Weil ich ahne, dass es klappen kann
So nah an die Sonne kommt sonst niemand ran

settin' it free

Ich fühle mich uns so stark verbunden
Ich habe dich endlich gefunden
Auch wenn wir tagelang nicht sprechen
Kann das hier nicht zerbrechen
Oder doch
Gibt es Wunder denn tatsächlich noch?
Also gut, ich bleibe hier
Nun liegt es an dir
Willst du auch noch ein Bier?
Ich gebe dir vier
Oder soviel wie du willst
Weil du meine Ruhelosigkeit stillst
Weil du kannst, was die Musik bisher nur konnte
Womit ich all die Schatten dann sonnte
Ich hätte nicht gedacht
Ja, ich hätte es einfach nicht gedacht
Zu offensichtlich war der Verdacht
Dass das Schicksal mich nun auch anlacht.
Ich könnte auf der Stelle die Augen zu machen
Wären da nicht noch soviel Sachen
Zu erledigen
Mich meiner Selbst zu entledigen
Mir selber ein bisschen zu schädigen
Mir eine Besserung zu predigen
Denn im Grunde ist jeder Tag anders
Auch wenn ich morgens das Radio anlass'
Weil ich aus Hast den Bus sonst verpass'
Nachmittags zuviel Geld für noch mehr Koffein verprass'
So entdecke ich nachts doch immer wieder
Aus den Boxen dringen für mich geschriebene Lieder
Ich sage Danke
Und kniehe hochachtungsvoll nieder

Wie die Realität hat sich verzogen?
Ich bin doch schon da vorne abgebogen
Hast du mich eigentlich jemals belogen?
Oder waren es die Drogen?

abzuhaken auf der liste der dinge, die man unbedingt nochmal erlebt haben sollte, bevor man 22 Jahre alt wird

Ich kann jedem nur raten
Bei Gelegenheit mal einen Selbstversuch zu starten
Ungefährliche Arznei mit fünf Bier herunterzuspülen
Um keine Schmerzen mehr zu fühlen
Für Herzensbelange allerdings greift das nicht
Da hilft nur ein abgedunkeltes Zimmer ohne Licht

habitat

Wie ein bildgewaltiger Film, den du immer wieder sehen willst
Wie die Rumpelkammer, die du immer wieder vollmüllst
Wie das Geheimnis eines lieben Menschen, das du enthüllst
Wie den Kühlschrank, den du immer wieder füllst
Wie die Unantastbarkeit, mit der du dich umhüllst
Wie die Zigarette, die du immer wieder anmachst
Wie das Feuer, das immer wieder irgendjemand entfacht
Wie der immer gleiche Ablauf nie zum Schluß gebracht
Wie ein Freund, der herzlich über deine Späße lacht
Wie die selben Fehler immer wieder gemacht
Wie ein Verhalten, das du einfach nicht sein lässt
Wie das Glitzern in den Augen, wenn dich jemand Geliebtes anfässt
Wie der Aufbau Ost und Geschäfte in der City West
Wie einst das Manifest
Wie der Glaube ganz fest
Wie die böse Vorahnung auf einem endenen Fest
Wie das Kämpfen bis zum letzten Rest
Wie das zu Blatt bringen schwachsinniger Sätze
Wie das geistig ständige Hin- und Hergehetze
Wie für immer begrabene Schätze
Wie das Verschwinden großer Leute
Und was beherrscht dich heute?

your brightness

Alles, was in mir steckt
Hast du vor langer Zeit einmal geweckt
Ich habe nie danach gefragt
Du hast es mir auf den Kopf zugesagt
Und was mich morgen plagt
Ist dein Mut, der verzagt
Du hast gesagt
Ich brauche mich nicht zu beeilen
Jetzt lese ich zwischen den Zeilen
Der Kummer wird nicht lange weilen
Wenn es vorbei ist, ziehe ich mir die Schuhe an
Und sprinte los
Ziehe die Niete und gehe über Los
Meine verdammte Hilflosigkeit auf deinem Schoß
Du hast mir nie geantwortet auf das Wann
Und bestimmt ist es auch gar nicht mehr wichtig
Ich bin einsichtig
So ist wohl alles richtig
Ein neues Lebensjahr klopft auch bald an die Tür
Und ich danke dir nicht oft dafür
Ein nächstes Jahr
Und du bist wieder nicht da
Mir persönlich war das ja irgendwie klar
Heute lässt mich deine Unruhe schweben
Mehr an der Decke als am Boden der Tatsachen zu kleben
Ja ich kann dir vergeben
Gib mir nur noch ein wenig mehr von dir
Ein echtes Gefühl zwischen ausgekipptem Bier
Und obwohl du da nicht stehst
Bist du hier
Und obwohl ich nicht mehr weiß, wie du eigentlich aussiehst
Sind es meine Gedanken, die du liest
Dein Rasen, auf dem meine Triebkraft sprießt
Und ich kann nur beten, dass mir verborgen bleibt
Warum sich dieser Vers hier von alleine schreibt

# 1 must have

Du inspirierst
Schon nur, wenn du meine Vorstellungen sortierst
Das Ablehnende ist nicht, wohin du tendierst
Das Bejahende ist, was du fabrizierst
Der Platz in meinem Leben, den du mit Vorsicht markierst
Die Sehnsucht in meinen Augen, die du von meinen Lippen dann liest
Zwänge sind wovor du fliehst
Weshalb bei dir der Strom des Geistes fließt
Wenn du eine Träne vergießt
Und damit meine brachen Felder gießt
Ich bin, was du genießt
Weil es passiert, wenn du geschiehst
Und mich wirklich siehst
Meine Haare sind frisch gewaschen
Nun lasse ich mich von der angebrochenen Nacht überraschen
Lehne mich zurück und hole tief Luft
In meiner Nase ein lieblicher L'oreal Haarshampoo Duft

postcards

Was ich gerne mal sein möchte, wenn ich hier fertig bin
Etwas sein, das macht schon Sinn
Die Auslegung der Selbstdarstellung
Eine mental befriedigende Erhellung
Eine emotionale Prellung
Ohne sich eine Krankschreibung zu holen
Das hätte zuviel Zeit gestohlen.

you're welcome

Weshalb bin ich überhaupt hergefahren?
Ein Paar raufende Hände in meinen Haaren
Irgendwie mag ich euch nicht
Irgendwie seid ihr mein Licht
Trotz alle dem wäre ich eher liegengeblieben
Hätte zusammenhangslose Zeilen geschrieben
Also was ist wahr?
Bla
Bla
Und bla.

Samstag, 10. Januar 2009

Große Dichter und Denker
Dahinterblickende und Richtungslenker
Messias und Henker
Gib mir Input
Und du hast meinen Output
Gib mir Fülle
Und du durchbrichst die Hülle
Gib mir Worte
Und ich nehme dich mit an meine Orte
Zeig mir wo die Inspiration sitzt
Und mein Bleistift ist angespitzt
Sag mir die Wahrheit
Verschaff mir auf diesem Wege Klarheit
Ich weiß du warst immer irgendwie da
Doch jetzt sehe ich dich erst so klar
Ein Hämmern auf meiner Tastatur
Ein wehleidiger Blick zu Uhr
In ein paar Stunden ist alles wie immer
Doch eher besser als schlimmer
Denn du hast den Schlüsselbund
Meine Hände sind wund
Vom ganzen Schreiben
Soll ich hier bleiben?
Lasse ich mich darauf ein?
Lasse ich mich mit dir treiben?
Vertraue ich den Sätzen aus deinem wunderschönen Mund?
Heute Nacht bist du meine Melodie
Ich stoße mir das Knie
So nervös war ich vorher noch nie
Drei Zigaretten an denen ich gleichzeitig zieh'
Gestalte meinen Tag
Die Arme, in denen ich lag
Weil ich dich so mag.

Ich schlafe ständig überall ein
Zur Arbeit laufe ich mit nur einem Bein
Es wäre so schön einfach mal wieder ausgeschlafen zu sein
Ich sehe aus wie achtzehn
Und rede wie Mitte zwanzig
Meine Haare liegen heute gut
Doch meine Hosen sind ranzig
Gucke ich dich an
Oder schaue ich über dich hinweg
Bist du Mittel
Oder bist du Zweck
Dass was du erzählst mich nicht interessieren kann
Kommt wohl grad nicht so bei dir an
Und so stempelst du mich ab
Und mein Optimismus macht schlapp
Ich bin doch nicht wirklich hier
Ich höre gar nicht zu
Ein Preisschild klebt unter meinem Schuh
Wach bin ich nach Feierabend im Nu
Die Nacht lädt mich dann ein
Eine Weile mit ihr zusammen_zu_sein
Und ich sage selten nein
Deswegen sind es mehr Ringe als Augen
Deshalb können Klänge auch als Medizin taugen
Bin ich der Rebell
Oder vergeht die Zeit nur zu schnell?
Wann wird es morgens um sechs schon wieder hell?
Ich lehne mich zurück
Währenddessen ich den Repeatknopf schon wieder drück'
Und ahne ganz genau
Kölle Alaaf und Helau
Beim sinnlosen Malochen
Entstehen die besten Strophen.

Mittwoch, 7. Januar 2009

sieben leben - oder wieviel schwachsinn kann man sich geben

Mit großer Skepsis aus den Augen lesbar sahen wir der Premiere des neuen Will Smith' Films entgegen.


Auf dem Weg zum roten Teppich eine überdimensionale Reklame, die nur für einen Menschen fotografisch festgehalten wurde.


Das vorläufige Ziel; der rote Teppich. Unsere Personen hätten an diesem Abend nicht unwichtiger sein können und dennoch mussten wir an kreischenden Fans und Sat 1 Moderatorinnen , die nur durch Glück in diesen Job gerutscht sind, vorbei.


Minuten klirrender Kälte später sollten wir uns vorbeischleusen an Gestalten, die ein gesteigertes Selbstbild von sich haben und nur die Toiletten mit 18 Kabinen aufsuchen, wenn sie das tun wollen, wofür WCs üblicherweise nicht gebaut wurden.
Wir standen abseits mit den fleißigen Helfern des Hintergrunds.
Und Krombacher.
P.S. Herzliche Grüße an Katja Flint, der ich vor die Füße gelaufen bin.


In jedem von uns steckt ein kleiner Promijäger. Und nicht nur dieses Foto ist verschwommen, auch meine Eindrücke, denn als dekadentes Catering gab es Thunfischsalat (drei ganze Gabeln voll). Am Meisten zugelangt (fünf Gabeln) haben übrigens die Frauen, die seit zwei Tagen nichts mehr gegessen haben, um in die Ralph Lauren Jeans zu passen, die eigens für diese bedeutende Nacht gekauft wurden.


An diesem Punkt wurde mir aus Misstrauen die Kamera abgenommen (und ich hatte echte Sorgen, sie nicht wiederzubekommen, denn immerhin habe ich sie erst seit zehn Tagen).





Alles in Allem kann ich also sagen: wir hatten Spaß an einem überschätzten und teilweise sehr geschmackslosen Streifen. Zumindest davor und danach. Und im Grunde auch währenddessen. Der grandioseste Dialog des 123 minütigen Films (Rosario Dawson hat für Will Smith acht Stunden in der Küche gestanden und gekocht):
Sie: "Ich hoffe du magst Avocado und Tomaten."
Er: "Ach weißt du, ich habe schon seit Jahren nicht mehr auf meinen Körper geachtet!".

Mediales und politisches Interesse können nebenbei bemerkt doch wunderbar funktionieren, denn Joschka Fischer's Gattin war ebenfalls an diesem Abend zu Gast.
Bei Freunden.

Dienstag, 6. Januar 2009

footprints

Ich finde heraus, was so lang verborgen lag
Mit einem Wort das ich sag
Rette ich deinen Tag
Weil ich dich so mag
Hier und jetzt
Wenn du dich einfach zu mir setzt
Wir können Schlösser bauen
Wir können in die Zukunft schauen
Wir können was trinken
Wir müssen nicht mehr hinterherhinken
In unserer Parallelwelt versinken
Uns ausklinken
Der Zusammenhang ist da
Trotz winterlichen Verhältnissen sonnenklar
Kein banaler Zeitvertrieb
Deine Wesenszüge, die ich mir einverleib'
Mein Gemütszustand
Dein Verbleib
Weshalb ich diese Zeilen hier schreib'
Die Kurzlebigkeit
In dieser von Schnelligkeit gezeichneten Zeit
Für echte Verbundenheit ist der Großteil doch gar nicht mehr bereit
Aber was wir hier haben
Und was wir machen
Sind an den Haaren herbeigezogene Sachen
Lass uns nochmal über die Anderen lachen
Oder sie über uns
Was kümmert es uns
Wir können nachholen
Grölen unsere vom besseren Leben Parolen
Das zielstrebige nach vorne Gehen
Wir werden es sehen
Wir können es wissen
Wärst du nicht mehr da
Ich würde dich vermissen.
Stampfend durch die dunklen Wege voller Matsch
Bleibe ich kurz stehen und denke "ist doch quatsch!"
Alles um mich herum ist in weiß gedeckt
Die Schönheit der Sekunde, die sich in der nächsten Seitenstraße versteckt
Inzwischen sind auch die Haare unter meiner Mütze eingeschneit
Und mein Leben, was mich in seine Geheimnisse nun endlich auch einweiht
Ein Lächeln in deinem Gesicht
Mehr brauche ich grad nicht
Mein Tageslicht
Mein Lieblingsgericht
Ein zu Ende gebrachtes Gedicht

don't drink poison

Das erste Bier hat gut getan
Das zweite Bier hat angetan
Das dritte Bier lässt die Gedanken langsam verfahren
Das vierte Bier und die Augen, die mich ansahen
Das fünfte Bier und der beginnene Wahn
Das sechste Bier und amouröses Spielen in meinen Haaren
Das siebente Bier im Taxi "lass uns zu dir nach Hause fahren"
Und schon ist Stunden später nicht mehr, wo wir vorhin waren.

Freitag, 2. Januar 2009

Du sagst und ich sage
Über unseren Köpfen eine leere Sprechblase
Die Sonnenbrille auf meiner Nase
Meine Name ist Hase
Und ich weiß von nichts
Ein simpler Verfechter des Lichts

let me fall

Eigentlich hatte ich dich schon ganz vergessen
Und dann hast du wieder auf meinem Bett gesessen
Ich hatte keinen Gedanken mehr an dich verschwendet
Ohne großen Kummer habe ich mich von dir abgewendet
Aber mit einem verlockenen Blick hast du mich erneut geblendet
Mit leeren Versprechungen
Mit leeren Händen
Schaffst du es dennoch mir Zuversicht zu senden
Langsam müsste ich die Abläufe doch kennen
Denk ich bei mir
Und öffne noch ein Bier
Aber in diesem einen Augenblick
Macht es einfach nicht Klick
Ich bin alt genug um aufzupassen
Ich bin weit genug um dich nicht mehr ranzulassen
Möglicherweise bin ich zu naiv um einen Entschluß zu fassen
Noch nicht soweit
Und auch noch gar nicht bereit
Um etwas aufzugeben
Was eine so starke Kraft ist in meinem Leben
In dem Moment, in dem ich dann mit dir bin
Macht ja auch alles so großen Sinn
Doch wenn ich morgen nicht mehr sehe wo du stehst
Meine Füße auf den Wegen, die du gehst
Wo das Licht noch heller als die Sonne ist
Ich bin am anderen Ende
Ich schreie über das baufällige Gelände
Die Mauern sind deine eigenen vier Wände
Und ohne sie zu wiegen, lege ich meine Zukunft in deine zittrigen Hände
Das, was ich am Meisten daran verfluche
Ist wohl das, was ich so sehr suche
Ich weiß nicht wo mich das hintreibt
Und wieviel Zeit wirklich für mich übrig bleibt
Wer meine Sätze irgendwann zu Ende schreibt
Alle Punkte abgewägt
Was mein wackliges Stuhlbein noch mehr ansägt
Sollte auf Dauer nicht klappen
Ob das gut geht?
Scheuklappen
Oder Ohren auf
Gespitzt
Weil das Schicksal auf jedem U-Bahnhof sitzt
Weil das Dunkle unsichtbare Narben ritzt
Der Weg ist da drüben
Noch etwas mit dir üben
Dann haben wir es geschafft
Das Fragezeichen, was über meinem Foto unerkennbar klafft
Musik an
Musik aus
Schlafen woanders
Oder doch zu Haus
Vielleicht auch gar nicht
In sechs Stunden lesen die Menschen aus meinem Gesicht
Sprich noch schnell ein paar Sätze
Ich vergrabe sie dann als meine Schätze
Buddel sie irgendwann wieder aus
Aber jetzt muss ich hier raus
Momentan ist kein Platz
Kein Platz für das, was du dir immer gewünscht hast
Denn so sehr ich es versuche
Ich bin immer noch auf dieser elenden Suche
Und da muss mehr sein
Das kann einfach nicht alles sein
Und so lass ich dich für heute allein
Ich schätze mal, es soll so sein.