Samstag, 12. Juni 2010

toyota

There was a time when urge ruled over reason. And instinct was the only manual. When you lived lean and with blood rushing intensity. When pleasure didnt come sift wrapped. When you werent sensitive. Underweight. Overweight. A responsible, well adjusted human being. A time when you didnt analyse or agonise. Or take pills for it. A time when you wandered beyond the boundaries.
Your gut was chief.

And your brain happily rode shotgun.
Ein weißer Afrikaforscher konnte es nicht erwarten, endlich ins Landesinnere vorzustoßen. Um früher an sein Ziel zu gelangen, zahlte er seinen Trägern ein zusätzliches Gehalt, damit sie schneller gingen und über mehrere Tage lang legten die Träger ein schnelleres Tempo vor. Eines Abends jedoch setzten sich alle auf den Boden, legten ihre Bündel ab und weigerten sich weiterzugehen. Soviel Geld er ihnen auch anbot, die Träger rührten sich nicht von der Stelle. Als der Forscher sie schließlich nach dem Grund ihres Verhaltens fragte, erhielt er folgende Antwort: “Wir sind so schnell gegangen, dass wir nicht mehr recht wissen, was wir tun. Darum warten wir, bis unsere Seele uns eingeholt hat.”.

“Von der Hektik und der langsamen Seele” - Paulo Coelho
In meinem Schuh drückt die Moral
Zum Glück liegt vor mir ein Block und zwar Spiral
So beginne ich mich zu verneigen
Und meinen großen Respekt zu zeigen
Für die Kindheit in einem entwickelten Land
Für alle Finger an der Hand
Für unbeschmutzte Schulbücher
Für Klopapier und Taschentücher
Für ein warmes Essen jeden Tag
Für professionelle Behandlung gegen Zahnbelag
Für sichere Arbeitsplätze
Für Kuscheltiere und Sabberlätze
Für die Möglichkeit der freien Entfaltung
Für Ikea zur individuellen Wohnungsgestaltung
Für ein intaktes Familienleben
Für Materialien zum Basteln und Kleben
Für Telefon, Wecker und Post
Für den geliebten Anorak gegen Frost
Für mit Socken gefüllte Schränke
Für Stühle, Tische, Bänke
Für Schutz und Sicherheit
Für alle Weihnachts-, Oster- und sonstigen Geschenke
Für Vertrauen und Geleit
Für Wasser, Seife und Licht
Denn
Und davon handelt das Gedicht
Selbstverständlich
Ist dies bei weitem nicht
Leider kann ich diesen Post erst heute hochstellen, denn Internetunfähigkeit, ein unbeweglicher Zeigefinger und allgemeine Abwesenheit zu jenem Platz an dem sich mein Laptop befindet, ließen es nicht anders zu.
Besser spät als nie; hier ist die Reise zurück.



Der neunte Mai. Wir alle wissen was das bedeutet. Und ausgerechnet in diesem Jahr fällt dieser Tag auch noch auf einen Sonntag, du kannst dich also nicht per Sms erst spät abends melden und alles auf die Arbeit schieben. Nein eigentlich sogar könntest du gegen mittags mit Blumen vor der Tür stehen.
Es ist Muttertag.
Um ganz ehrlich zu sein, zähle auch ich mich zu den zwar liebenden, dennoch aber sehr schludrigen Kindern dieser Welt. Normalerweise hätte ich meine Mutter heute irgendwann angerufen oder, wäre dies nicht möglich gewesen (ich wiederhole, es ist Sonntag), eine Nachricht geschickt mit einem netten drei oder vier Zeiler, über den sie sich höchstwahrscheinlich gefreut hätte.
Da aber nun der schwerwiegende Umstand herrscht, dass ich mehrere tausend Kilometer von der Frau entfernt bin, die mir einst das Leben und somit auch viele Unannehmlichkeiten schenkte, habe ich beschlossen mal richtig weit auszuholen.
Und so schrieb ich ein ganzes Gedicht.

Ein paar Tage nachdem ich jenes fertig stellte, zog ich mir eine schwere Verletzung an meinem rechten Zeigefinger zu und konnte tagelang nichts anständiges, ja nichts handfestes machen bis auf Sachen, die keiner großen Anstrengung bedürfen.
Im Grunde saß ich nur rum, trank Eistee mit Eiswürfeln, beobachtete andere Menschen beim Arbeiten und
Ich las.

Und das, das hätte ich nicht sollen, denn wie Schicksal und Ironie es so wollen, sollten meine Augen doch über ganz bestimmte Poesie so rollen.




HEINRICH HEINE (1797 bis 1856) - “AN MEINE MUTTER”


Ich bin’s gewohnt, den Kopf recht hoch zu tragen
Mein Sinn ist auch ein bißchen starr und zähe;
Wenn selbst der König mir ins Antlitz sähe,
Ich würde nicht die Augen niederschlagen.

Doch, liebe Mutter, offen will ich’s sagen:
Wie mächtig auch mein stolzer Mut mich blähe,
In deiner selig süßen, trauten Nähe
Ergreift mich oft ein demutsvolles Zagen.

Ist es dein Geist, der heimlich mich bezwinget,
Dein hoher Geist, der alles kühn durchdringet
Und blitzend sich zum Himmelslichte schwinget?

Quält mich Erinnerung, daß ich verübet
So manche Tat, die dir das Herz betrübet?
Das schöne Herz, das mich so sehr geliebet!

Im tollen Wahn hatt’ ich dich einst verlassen;
Ich wollte gehen die ganze Welt zu Ende
Und wollte sehen, ob ich die Liebe fände,
Um liebevoll die Liebe zu umfassen.

Die Liebe suchte ich auf allen Gassen,
Vor jeder Türe streckt’ ich aus die Hände
Und bettelte um g’ringe Liebesspende
Doch lachend gab man mir nur kaltes Hassen.

Und immer irrte ich nach Liebe, immer
Nach Liebe, doch die Liebe fand ich nimmer
Und kehrte um nach Hause, krank und trübe.

Doch da bist du entgegen mir gekommen,
Und ach! Was da in deinem Aug’ geschwommen,
Das war die süße, langgesuchte Liebe.



In diesem Sinne sage ich
Pf, wer ist schon Heinrich Heine?
Keine, meine, seine
Hier nun folgende Reime
Alles Gute und ganz deine.



Sie ist immer da
Mal wütend und hysterisch tatütata
Fürsorglich, aufopfernd lalala
Stets an meiner Seite
Ich erkenne sie aus 53 Kilometern Weite
Es stürmt, es schneit
Zieht sie ihren Mantel schnell über und ist bereit
Es fröstelt, es windet
Eine Kapuze unter der ihr hübsches Gesicht dennoch nicht verschwindet
Es hagelt, es regnet
Zum Glück bin ich ihr 1987 quasi so begegnet
Will sie mit nichts ersetzen auf dieser Scheibe Welt
Weil mir ihr Blut in meinen Adern so gut gefällt
Bin ich ihr Sonnenschein, ihr Antiheld
Ist sie mein Fels in jeder Brandung
Ist sie Picassos Rahmen als noch viel geschmackvollere Umrandung
Ist sie groß, weise und stark
Bin ich alles Andere als autark
Gebe Einzug ihren Worten
Zwischen Keksen, Kaffee und Torten
Gebe ihr hiermit zu verstehen
Hey Mama
Du musst nur aufs heutige Datum mal zu sehen

Denn jedes Jahr ist es das Gleiche
Kein Geschrei und kein Gekreische
Fortbestehend nur die Einsicht

Fucking Maria Magdalena reicht an meine Mutter nicht.
Es ist heiß
Drum läuft der
Kein Wunder bei der Hitze
Dass ich am ganzen Körper
Ein Deodorant, das hält was es verspricht
Gibt es zumindest in meinem Tante Emma Laden
Dies zu wissen bist du nicht erpicht
Pech gehabt, dann lies es nicht.
Ich würde meinen Dank gern artikulieren
Damit alle Anderen dem großen Gönner wegen spekulieren
Würde mich gerne verneigen
Meine ungeteilte Aufmerksamkeit bereitwillig zeigen
Würde meinen Scheitel artig kämmen
Und mit den Tretern noch mal zum Schuster rennen
Würde mir die Hände waschen
Alle Tabakkrümel entfernen aus meinen Taschen
Würde mein bestes Hemd drei Mal bügeln
Würde mich in vulgärer Aussprache mächtig zügeln
Würde Blumen stellen in den fein entstaubten Raum
Würde das Kaffeegedeck vorher waschen mit richtig Schaum
Hach all das wäre ein Traum
Nicht wahr?
Schade dass bisher niemand für den diesen Aufwand lohnt

Bei mir zu Hause war.
Die letzten Sterne sind längst zu Bett gegangen
Die Schichtarbeiter haben ihre Karten abgestempelt wieder aufgehangen
Alle Glühwürmchen
Sitzen wieder in ihrem solarbetriebenen Türmchen
Die Party hat sich langsam ausgetobt
Die Eule den Gesang der Meisel grad gelobt
Die wilden Tiere haben sich verkrochen
Der Rabbiner sein erstes Gebet bereits gesprochen
Einen Kaffee schon gerochen
Bald können alle auf die Uhrzeit wieder pochen
Langschläfer haben es jetzt schwer
Ist der Briefkasten auch noch leer
Und der Tau ganz frisch
Letzte Vorkehrungen auf dem Frühstückstisch
Erste Strahlen über dem Dach
Da kommt es mir in den Sinn
Ich, hier immer noch wach
Ich hier, bin.
Könnte ich Noten lesen, ich würde komponieren
Könnte folgen, ich würde pionieren
Könnte denken, ich würde studieren
Könnte lenken, ich würde regieren
Könnte rechnen, ich würde stornieren
Könnte beißen, ich würde laufen auf allen Vieren
Könnte selbst reflektieren, ich würde mich genieren
Könnte aufnehmen, ich würde es probieren

Könnte nicht lesen, ich hätte mich verschrieben
Könnte nicht warten, ich wäre sitzen geblieben.
Und genau jetzt
Will ich los
Doch ich sitz fest
Bin der letzte Rest
Auf diesem sich zu Ende feiernden Fest
Bin trotzdem gar nicht so schlecht
Will nur aufbrechen; zurecht
Will nur laufen, vor dem Nächsten noch ein Fuß
Will meine Hand heben zum gutgemeinten Gruß
Will noch einen Schluck
Wirklich keinen dann mehr
Wie ich fünffach hier schon guck
Ein Nichts zur Novelle einer Mär
Wie mein Magen sind die Straßen leer
Doch plötzlich ein Taxi um mich aufzulesen

Das ist mein Samstag Morgen gewesen.

Sonntag, 2. Mai 2010

Die Libertines wieder zusammen, oh welch ein Glück
Pete kehrt endlich zu seinen Wurzeln zurück
Und tut das einzig Beste was er kann
Texte über was war wirklich dann
So dank ich dir oh Pete
Auf dass nach dem nächsten Album alles genauso geschieht
Als in der Kette so ein Glied
Nein
Schreib weiter
Lied für Lied


Ich hätte es selber nicht geglaubt...


...doch es ist tatsächlich so.


Einen Verband zu tragen geht soviel schneller als man denkt
Drum ist der Vorsicht stets größte Obacht geschenkt.

und Stevie Wonder singt...

Für die wichtigste Frau in meinem Leben
Soll es heut die schönsten Geschenke nur geben
Alles andere kommt mit dem Briefverkehr
So genieße deinen Tag, hier ist er
Bitte sehr!

Donnerstag, 29. April 2010




Und zum Tagesende bleibt zu sagen...
...nein mein Kind, du bist nirgends sicher.

Tageslosung




Es war früh am Morgen als ich meine Augen mit vielen, nein mit vier teils Kenntnissen teils noch zu lösenden Kenntnissen öffnete.

Nummer 1: Ich brauche das Lied von heute Nacht.
Nummer 2: Habe ich meine Schlafsachen an?
Nummer 3: Welchen Tag schreiben wir?

Bei der Überlegung von Nummer 3 rüttelte es in meinem Kopf unwillkürlich bis die Nummer 4 ausgespuckt wurde.

Es ist der erste von Rund 14 Tagen, an denen unser Boss im Urlaub, weit weit entfernt von uns ist.

Deshalb wahrscheinlich dröhnt auch der Bass schon wieder aus dem anderen Raum, oder immer noch?

Ich stehe auf und putze mir die Zähne.
Ein extrem unwichtiges Detail dieser im Grunde extrem sinnlosen Erzählung.

Um kurz nach 8:00 Uhr hatte ich eigentlich keine Lust mehr zu arbeiten und so brühte ich mir einen Kaffee auf, schüttete noch gehörig Zucker mit in die Tasse und verschwand mit einer Zigarette auf die Treppen hinterm Haus.

8:23 Uhr. Nach längerem Grübeln hatte ich meinen vorläufigen Plan aufgestellt. Ich werde nun 200 % bei der Arbeit geben, damit ich alles in 30% des eigentlichen Pensa schaffe um mit 100 % iger Anwesenheit schon 70 % früher in den Feierabend gehen zu können. Denn wer zeigt sich während des Arbeitens ohne Aufsicht schon so wie während des Arbeitens mit Aufsicht?
In den Gesichtern der Anderen konnte ich ganz ähnliche Gedankenzüge ablesen.

10:08 Uhr. Ich sitze auf dem Beifahrersitz, Max lenkt den Pick Up. Wird sind auf dem Weg nach Dundee, noch 30 Kilometer, drück aufs Pedal! Wenig später stehen wir in einem großen Einkaufszentrum, ich habe mein Mobiltelefon, eine gültige südafrikanische SIM Karte und meinen Reisepass in der Hand und bitte eine Dame vom Handyshop freundlichst meine Karte zu aktivieren, damit ich mir wieder wie ein ganzer Mensch vorkomme.
Ein Mensch mit einem Handy eben.

“Geht nicht.”
Zum dritten.
“Keine Ahnung woran es liegt.”
Zum dritten.
“Da müssen Sie sich direkt an Vodacom wenden.”
Zum dritten.

Zum dritten Mal in diesem Monat versuche ich mein verfluchtes Handy in Betrieb zu kriegen und es will einfach nicht funktionieren. Jetzt ist Schluss, ich habe die Schnauze voll. Auf der Suche nach Alternativen gelangt mir ein Plakat mit der Werbung für USB Sticks in mein durch die Sonne eingeschränktes Sichtfeld.
Das sieht unkompliziert aus, das macht was her, kurzum
Das ist was ich brauche!

Nachdem Max und ich noch reichlich Vorrat im Pick'n'Pay für uns und unsere zu Hause wartende Anhängerschaft besorgt haben, finde ich mich auf dem wegen holpriger Straßen sehr unbequemen Autositz wieder.
Glücklicher als auf dem Hinweg, fröhlicher als in der Mall und seliger als mit einer aktiven SIM Karte. Ich halte einen HSPA USB Stick in der Hand; ein Stick dessen Funktion einwandfrei erfolgen wird, ein Stick, mit dem ich auch Sms verschicken kann, ja ein Stick der es mir aufgrund seiner Schnelligkeit sogar ermöglicht, Fotos uploaden zu können.

Ein Guthaben von Rand 12 (das sind umgerechnet 1,20 Euro) hat mir die nette Verkäuferin als Startkapital raufgespielt, “das sollte ewig halten” lies sie mich noch lächelnd wissen. Ich brachte ihr daraufhin nur ein verschmitztes “Wir werden sehen, wann ich wieder hier stehe” entgegen.

Mittagszeit.
Interessiert mich nicht; ich sitze auf meinem Holzstuhl vor meinem Holztisch, auf dem ein Laptop steht, der jubeln würde wenn er könnte.

www.
Yebo yes.

Neulich noch wurde ich gefragt, ob ich irgendetwas typisch Deutsches vermissen würde; mir fiel nichts ein, keine Antwort, kein Wortspiel, einfach nichts. Jetzt denke ich “vielleicht die Telekom oder auch Alice?”. Und während des Grübelns blicke ich aus dem Fenster, auf den Bildschirm zurück und grinse in mich hinein.
Not at all.

So tue ich nun das einzig Schlüssige was man eben tut, wenn man sich in netter Gesellschaft befindet, einen vollen Kühlschrank hat, die zur Zeit beste Musik der Welt einem nur so um die Ohren fliegt und an einem Donnerstag schon Wochenende ist.


Ja genau.
Es ist ein Mädchen und ein Stift
Ein Mädchen das mit ihrer Grafik auf unbekannte Menschen trifft
Es ist ein beschriebenes Blatt
Ein Blatt das auf dem Boden seinen vorübergehenden Platz gefunden hat
Es ist ein Sound aus einer anderen Welt
Ein Sound der in den Ohren des Mädchens nur so schellt
Es ist ein Leben fern ab von Allem vorher gewusst
Ein Leben ohne Punkt und Komma, ohne Ärgernis und Frust
Es ist ein Feld voller Blumen und Bäume
Ein Feld voll zu erntender Träume
Es ist ein Mädchen das in ihm steht
Ein Mädchen das nun auf fremden Wegen geht
Es ist die Klausel zum Erwachsen werden
Eine Klausel in Luftlinien und auf Erden
Es ist ein Mädchen das ihren Stift anspitzt
Ein Mädchen das schreibend auf dem besten Stuhl hier sitzt
Es ist ein Mädchen Schritt für Schritt

Ein Mädchen und she is right at it.

Mittwoch, 28. April 2010

Chan ist schuld

Wir waren immer irgendwo die Letzten
Ob wir uns vor Lachen über die Anderen zerfetzten
Oder uns einfach nur mit gehörig Sitzfleisch und einem Kasten so setzten
“Hast du etwas auf dem Herzen?”
“Lass uns doch mal philosophieren” beliebte ich zu scherzen
Und es vergingen Epochen, Lieder und Zigaretten
Zeitspannen in der wir sicher die Welt hätten retten
Nee...gar nicht wollen
Lieber der Sekunde Tribut noch zollen
Ein bisschen den Hügel dort herunter rollen


Wir waren grün, blau und bunt
Weit entfernt von vernünftig und gesund
“Na und”
Tönt es synchron aus unserem Mund
Und genau aus diesem Grund
Kann ich jetzt auf die Tränendrüse drücken
Muss dich mit meinen Sätzen nicht exorbitant entzücken
Nein ich fülle nur die Lücken
Weil die Worte sich erst richtig biegen
Wenn wir 11.000 km auseinander liegen


Den Salzgehalt habe ich herunter geschluckt
Und dir auch nur noch vier Mal hinterher geguckt
Die Angst dir verschwiegen
Nie mehr das Gefühl von immer und ganz selbstverständlich zu kriegen
Denn nicht länger aus den Augen als zwei Wochen
Nie länger als neun Stunden nicht gesprochen
Nie mehr als einen Tag lang nicht gerochen
Den namenlosen Eid niemals gebrochen
Und es auch nicht vor


Du bist mein akkurat gefaltetes Eselsohr
Auf jeder interessanten Seite
Peters Gitarrensaite
Der Traum den ich hatte als ich nicht mehr aufgewacht bin
Die Freundschaft mit dem ideologischsten Sinn
Dem größten Verständnis
Dem leckersten Gin
Und der auf Gegenseitigkeit beruhenden Erkenntnis
Wir sind die Besten!


Man kann uns kostenlos mieten aber nur im Doppelpack
Für Einweihungspartys, Hochzeiten und sowieso tanzen wir auf allen Festen
Bis zum Morgengrauen
Da kann man dem Himmel nämlich besser in die Augen schauen
Wenn er nicht grad schon mit grüner Sonnenbrille neben mir steht
Wenn er unter Zeitdruck die Treppen zur U5 hinunter geht
Ich mit Schmollmund den ich so gut zaubern kann
Gehe nach oben zur S-Bahn dann


Und dieses Verhalten hat sich irgendwann eingeschlichen
Unmerklich sind die Monate damit verstrichen
Ich entschied mich schlussendlich für den hard way simply
I was about to lose the best of me
So bin ich los, sonst lerne ich es nie
Wille gefasst; kein Kunststück
Alle freuen sich; Glanzstück
Doch ohne Kunst und ohne Glanz blieb das Schillernste zurück


So fällt mir eigentlich gar nichts mehr ein
Möchte dich bloß wissen lassen
Ich werde auch in 83 Tagen noch mit dir sein
Nur eine Hand in der Tasche haben, die andere ist zum Fassen
Wenn du mich brauchst schicke ich dir schon den Antwortbrief
Ich mache dich hoch ist es mal zu tief
Und deine Augenringe, weil auch ich nicht schlief


Neulich erst habe ich ein rosa Herz an eine marode Wand gesprüht
Mit dem Gedanken an dich haben meine Finger geglüht
Ich glaube, dass jetzt eine unbezahlbare Pflanze an dieser Stelle blüht


Ob also hauteng oder Stretch
Keine Berechnung und nicht average
Nicht die gewohnte Form
Längst nicht Norm
Alles in Allem
Finden wir an allem Gefallen
So zehren wir vom geschrieben Wort


The captain of your heart.
In einer Nacht in der ich nicht schlafen kann
Mache ich das einzig logische für Jedermann
Halt einfach Pete Doherty an
Schwärme oh welch großer Dichter
Denke ach ja die Bühnenlichter
Merke ups da war ja was
Die security Männer mit dem Griff unter meinen Arm
Einzelheiten sollte ich mir jetzt sparen
Aber eigentlich sollte sich das nicht lohnen
Denn ich kann nur noch mal betonen
Fast
Und
Ja
Beinah
Schreibt hier das Mädchen, was um ein Haar an Peters Seite war

P.S. Wenn du mich immer noch heiraten willst, ich bin zurück in einem Jahr.
Ich setze meinen Arsch in Bewegung
Schreie zur autonomen Träume Erhebung
Reiße Bäume aus
Mache sogar Grizzlybären den Gar fast aus
Bräune mich bei der Arbeit
Lasse Schweißperlen tropfen
Gönne mir ein Hopfen
Feierabend heißt Sonnenschirm und breit
Kein Problem um 4 Uhr die Augen aufzukriegen
Denn drei Stunden später werde ich auf der Ladefläche eines Suzukis liegen
Mit flatterndem Hemd
Und Rauch der zwischen Zeige- und auch Mittelfinger klemmt
Mit meinem Grinsen kann ich Julia Roberts überbieten
So liest mir diese Kultur die Leviten
Ich lasse es mir bieten
Lasse mich belehren
Kein Grund mich zu wehren
Von den Mangosträuchern werde ich die Katzen verscheuchen
Mit Weißbrot gefüllten Bäuchen
Höre ich die Füchse keuchen
Sehe ich die Kinder jubeln
Tanze ich die Schritte trubeln
Fühle mich laufen
Voll Input schnaufen
Her damit und leg es auf die Waage
Heute wird alles zu Diamanten was ich sage
Ein bester Tag von vielen
Kann ich jetzt schon dem nächsten erwartungsfroh entgegen schielen