Samstag, 26. Dezember 2009

he knows he's the only one


Ja du hattest Recht
Erstens staunte ich nicht schlecht
Und zweitens war es das wahrscheinlich schönste Präsent
So persönlich mit Beschaffungskosten von grad mal null Cent
Eine große Portion Geist und Verstand
Der nächste Schritt dann ein Stift in der Hand
Ein zerlaufendes Herz an der Wand
Ein Brief im Kasten
Zeugt von deinem emotionalen nicht Rasten
Ein vorsichtiges Herantasten
Ohne den Schmerz noch mehr zu belasten
Doch in einer Etappe wo auch das nicht mehr zählt
Hast du mal wieder den richtigen Weg gewählt
Wie immer und von Anfang an
Wie weiterhin und bis zum Ende dann
Was für ein Mann
Und was für ein Mädchen
Was sind die Sandkörner in meinen Getrieberädchen?
Wo bleibt das Facility Management
Das sich nicht nur darum kümmert sondern auch gleich meinen Scheitel gerade kämmt?
Alle ihren Arbeitsvertrag verloren
Oder einfach nicht für mich auserkoren
Bass, Pfandmarken und endlose Lichter
Für mich bist du der größte Dichter
Der Schutzwall
Die nur durch mich zu teilende Primzahl
Deine Qual
Nach Fortunas Wahl
Alles ganz woanders
Wenn ich dich wissen lass’
Für immer einer
Und sonst keiner.
Zehn Tage
Zwölf Stunden durcharbeiten
3, 4 Tage dann kurz atmen
Zeit zum Entspannen
Und mein ganz eigenes Weihnachtsfest mit Chevy Chase
Danke Vox.

pour B

Und da wären die Those Dancing Days, die Kills und Moderat
Die Phase, in der deine Wandlung begonnen hat
Ein langes Blatt
Ein tiefer Zug
Zum ersten Mal Verständnis
Und die da-ist-wirklich-jemand-Erkenntnis
Die Freiheit Fünfzehn
Dein mutiges auf fremden Wegen gehen
Und trotz manchem tiefen Loch
So weißt du jetzt doch
Wie es sein kann auf der anderen Seite
Selbst wenn ich bald ganz neue Kapitel beschreite
Denn nicht wegen dir sondern eher für dich
Ändern sich die Komponenten sicherlich
So lass dich drauf ein
Noch einmal so 2009 ganz verloren zu sein
Und dennoch fester als das Vorhaben
Niemals in Vergangenem mehr zu graben
Sind die vorbestimmten Narben

Setze deinen Fokus
Den letzten Schluss
Als gekrönten WM-Tor-Schuss
Bist du die Königin
Als der Kaiser ging
Bist du nach den Anfängen des hi-hat nun der Swing
Und wenn ich hätt’
Dann hätte ich gekonnt
Mich nicht unaufhörlich in deinem Antlitz gesonnt
Doch hier ist es einfach viel zu schön
Du wirst schon sehen
365 Tage
Eine Probe, keine Frage
Doch wer dich einmal wahrhaftig erkannt
Mit dem Kopf nun gegen oder durch die Wand
Der dich niemals verbannt
Lässt dich auch niemals aus dem Herzen gehen
Lässt eher sich als dich im nasskalten Regen stehen

Weil Freundschaft so schwer ist zu verstehen

Werden in allen Herren Gottes Ländern Fahnen wehen
Die dich verstehen
Die durch deine wunderschönen Augen sehen
Die dich abhalten zu gehen
Weil sich deine Launen nur um ihre Prioritäten drehen


Gnus, Tauben, Elefanten oder Krähen
Du wirst meine Hoffung säen
Ich suche meinen Weg auf den nassesten Straßen
In ungemütlichsten Wetterumschwungsphasen
Mit meiner ins Gesicht gezogenen Mütze
Hüpfe ich über jede zweite Pfütze
Treffe mich mit einem Freund; einem Guten
Auf der anderen Seite sind die kandierten Apfelschnuten
Vom Autoscooter das Tuten
Und niemand könnte je etwas Schlimmes vermuten
Denn ein Jeder ist erheitert
Ein Jeder hat seinen Horizont heute schon erweitert
In Mitten dieser Mengen
Muss ich mich durch meine eigenen Gefühle nun zwängen
Wann fährt die nächste Bahn
Und lass ich sie fahren
Geh’ ich noch zur Bank oder muss ich mein Geld eher sparen

Stimmt es, dass wir damals glücklich waren?

Bevor die Bassline uns erdrückt
Als die Sanduhr nicht mehr getickt

Und warum habe ich das nicht mitgekriegt
Oder hast du mir gerade erst diesen präsilvesterlichen Gedankenschub geschickt?

Wohlwollend habe ich jetzt abgenickt
Und trotzdem immer noch nicht dahintergeblickt.
Über 7 Ecken höre ich dein Leid
Wenn ich es fühlen kann, gebe ich dir Bescheid
Höre dich bis dahin nur in Tönen
Sehe dich im Schönen

Kann ohne Reue sagen

Mit dir kann ich am Besten stöhnen
Nachts um vier ist alles still
Vielleicht weiß ich bei Sonnenaufgang ja was ich mit meinem Leben anfangen will
Vielleicht auch nicht
Ganz dicht
An den Massen gedrängt
Hat mich die Anonymität eingeengt
Meinen Nacken verrenkt
Meinen Willen gebrochen
Dabei haben wir gestern noch darüber gesprochen
Was wäre wenn
Und denn
Wenn man siegen könnte in diesem aussichtslosen Rennen
Butter bei die Fische
Kaputte Stühle und angesägte Tische
Schon ist sie fertig die nächste Mische
Schleimhautverätzende Gerüche brennen sich ein
Lassen Stillsand Mobilität nun sein
Lassen alles glitzernd erscheinen
Lassen glückselige Menschen weinen
Lassen weiden
Lassen ankreiden
Lassen treiben
Und
Niemals meiden.
Ich stehe hier am Ende der Straße
Die nächste Kreuzung ist nur eine Phase
In der ich nicht weiß wohin
In der ich nicht weiß wo ich eigentlich bin
Ja macht das ganze noch Sinn?
Ich greife zurück auf Altbewährtes
Die Chemie erschwert es
Die Gunst der Stunde ehrt es
Ich brauche mehr Luft
Ich erkenne deinen Duft
Unter 50 Leuten in der Bahn
Von denen 48 in ihr Unglück fahren
Mit meinem Northface Rucksack gehe ich nach Südafrika
Mit meinem Tatütata mache ich ein wenig Tralala
Wortlos ganz viel blablabla

Alles gleich
Und ambivalent
Alles wie immer
Sie niemals kennt.
Und mit meinem Schicksal in deiner Hand
Hat sich Fortuna schlichtweg eingebrannt

Samstag, 14. November 2009

Unser Leben ist groß
Unser Leben ist gut
Ist es zu famos
Ist es egal wie weh es tut
Egal wann die U-Bahn fährt
Welcher Assi den Weg zur Kasse im Reichelt versperrt
Egal wie wenig man schlafen kann
Wir sind einfach ganz nah an der Sonne dran
Fühlen die Strahlen in unseren Herzen
Können ernst sein, können scherzen
Können immer, auch zu spät
Egal wie es geht
Denn es gibt immer einen Weg
Und der führt erstmal zu dir
Dann zu uns, über Busse und im Bier
Meine Seele, die ich auf dein Kissen heut Nacht leg'
Meine Hoffnung und deine Person
Zuviele Eigentore geschossen schon
Doch diesmal bin ich mir wirklich sicher
Wahrhaftig bei Tränen und Gekicher
Nicht nur in den Noten der korrekte Riecher
Kein auf den Knien vor jemand Anderes Kriecher
Du deins
Und ich meins
Zusammen ganz und gar
Zusammen Haut und Haar
Und wenn ich mich dennoch verfahr'
Bist du mein ADAC
Meine Autobahnpolizei
Der Mensch, dem ich alles verzeih.
Der Wind hat nach mir gepfiffen
Versehentlich habe ich ein gelbgrünes Ahornblatt mit meinen Schuhen mitgeschliffen

Da jeder längst nicht jeden kennt
Weil man mit geneigtem Haupt über blätterlose Gleise rennt
Zu sagen
My huckleberry friend
Und obwohl ich alles andere als Mainstream bin
Trage ich zu Stoffschuhen die karierte Bluse
Wie ich die Dinge so sehe
Bist du meine unifarbende Trophäe
Meine glitzernde Muse
Mein oftmals brauche ich gar nicht mehr
Mein ich mag dich so sehr
Ich hätte nicht gedacht, dass es solch große Kreise zieht
Viel zu weit weg ist was bald geschieht
Und ein Jeder tritt an mich heran
Fragt nach dem wie, wo und wann
Mal sehen ist meine Antwort dann
Da ich selber doch gar nicht weiß
Ob morgen italienisch, Burger oder Reis
So bitte ich inständig
Für kurz und ewig
Hört auf zu erzählen
Hört auf mich zu quälen
Mit Dingen, die keiner Antwort gerecht sind
Denn goldenste Zeit rinnt
Wenn ich mich ablenken lasse
Von Sachen, die ich gar nicht fasse
Und dadurch mein eigentliches Dasein verpasse

Donnerstag, 5. November 2009





Ich lasse mich bedröhnen
Von der Stumpfsinnigkeit verwöhnen
Lasse mich treiben und mitziehen
Erhebe mich im Niederknien
Öffne meinen Mund um laut zu schreien
Senke meinen Kopf und lasse mich weihen
Stoße an mit allen
Weiter noch lass' ich mich fallen
Nicke und schüttel Hände
Stolper und beschmutze Wände
Wache schweißgebadet auf
Bin zu sehr drauf
Oder viel zu weit drunter
Milch macht müde Mädchen munter
Meine Sicht um einiges bunter
Mein Blick auf die Dinge
Zwischen eventuell und wenn es doch ginge
Zwischen Fahrrad und BVG
Zwischen bleib liegen und hau schon ab; jetzt geh!
Im nicht nachahmungswürdig
Bin ich dem Feuer in mir gehörig
Bis alle Karten ausgeteilt sind
Und der letzte Bus dann fährt

Eingefroren im Novemberwind
Bin ich lieber in Freiheit eingesperrt
Als bei euch so ausgezerrt

Sonntag, 1. November 2009

Möglicherweise
Eine verkehrte Herangehensweise
Denn wenn ich deine Stimme höre
Verschwinden die Aspekte, an denen ich mich störe
Alles ist dann rosa angemalt
In Pastell getunkt
Eine Welt, in der ein leeres Feuerzeug noch funkt
Die Wände sind mit Blumen angestrichen
Und alle Schulden sind im Voraus beglichen
Ich stehe dann da und friere
Und du wartest da und stehst Schmiere

Für ein Leben, welches wir nie führten
Für eine Liebe, die wir immer spürten.
Bin ich zu fiktiv
Du zu real
Bin ich überperfekt
Du mein Ideal
Habe ich mich gestreckt als ich schlief?
Bestimmt nur um dir näher zu sein
Um noch größer zu scheinen
Bist geschicklich
Bin ich kindisch
Bin ich verträumt
Bist du übergeschäumt
Du hast deinen Alltag aufgeräumt
Deine Seele geputzt
Ich hätte dir gerne noch soviel mehr genutzt
Gelb zu Rot
Zu devot
Oder alle Zügel in der Hand
Kann ich nicht sagen
Weil ich noch nie den Reiz im professionellen Reitsport fand
Ich sage Hellosen
An alle urbanen Aushilfsmatrosen
Alle mit Mützen und wehenden Hosen
Die an unbekannte Ufer stoßen
Alle heimat- und auch zukunftslosen
Die bereit sind zu tauschen
Burger King gegen Gemüse aus Dosen
Die nichts sehnlicher wollen
Als dem Tosen des Meeres zu lauschen
Missachtung straft den Öltanker
Werft die Anker
Ja, werft die Anker!

Nighttime intermission
Den Pinsel mit den Farben mischen
Die Wasserränder verwischen
Bis sie trocknen, bis sie gerinnen
Wird der Favorit am Ende denn tatsächlich gewinnen?
Den Ruhm dann bemalen
Und weiterlesen in Zahlen
Ein Klang von Peters Gitarre
Schon zieht sich die Siegerehrung ins Bizarre
Wenn jeder könnte, wenn jeder würde
Nähme ein jeder diese Hürde
Alles mit links
Und so simpel gings
Schlagt euch Nächte um die Ohren
Still, taub und blind
Die ersten Plätze sind längst auserkohren
Weil die Besten schon immer die Verlierer sind
Die Schnürsenkel sind offen
Den Blick zum Spiegel am Morgen nicht so ganz getroffen
Nur Fantasie und Input das Hoffen
Und wie die unzähligen Geiger in meinem Kopf
Mit den widerspenstigen Haaren in meinem Zopf
Animieren mich zu den verliebtesten Taten
Kursiv und blockig Größe 12 können warten
Ja heute erhebe ich mein Haupt um zu leben
Um der Ignoranz nicht ständig Recht zu geben
Ein Telefonat mit Vater Staat
Ein Brief an Mutter Natur
Ein Konzert von Pur
Ich schwitze bei Minus sieben Grad
Und meine Reime vergessen ihre Dichtung
Vergessen Datum und Ort
Vergessen Buchstaben und Wort
Wird Denim zu Cord
Wird eine Ewigkeit zu short
Wird mein Haupt erhoben für das große Ziel
Alle guten Minen zum bösesten Spiel
Nee, nicht mein Stil.
Wenn ich doch nur wüsste wohin mein Weg mich bringt
Wer in fünf Wochen am Bahnhof für mich winkt
Wer in der nächsten Nacht das Tanzbein mit mir schwingt
Wenn ich ahnen kann
Alles hat seinen Sinn
Dann wäre es vielleicht alles, wenn ich am Leben bin
Doch es zieht den Boden unter meinen Füßen weg
Lässt mich leiden, grinsen und grübeln
Ich vermache euch alles in Kübeln
Oder in diesen Sätzen
Denn ich hasse ihre Wortfetzen
Und verehre gleichermaßen die Betonung
Wenn ich weitermache, kommt die Belohnung?
Wenn alles dann von vorne beginnt
Luciano Pavarotti zu euren Gelöbnissen singt
Wenn Erinnerungsvermögen und Uhrzeit auf ihren Ausgangspunkten wieder sind
Bin ich dann endlich erwachsen aber im Herzen noch Kind?
Und während ich so lauf
Denk ich "ach, ein Halt beim Spätverkauf"
Die Musik im Ohr
Das Geld gezählt zuvor
Weil Herbst ist mit ganz durchgeweichten Füßen
Werde ich den Angestellten ganz nett grüßen
"Schön, dass du da bist"
"Ja, schön, dass Paulaner in deinem Kühlschrank ist"
Ich frage ihn
Wie geht es dir?
Und bezahle nebenher mein Bier
"Na, den schlechten Menschen gehts doch immer gut"
Der Satz, den er als lapidar so abtut
Erregt in mir die Wut
"Wie? Und den guten Menschen gehts dann immer schlecht?"
"Ganz recht, ganz recht"
Und mit dieser Argumentation
Ist mein eines Bein in der Ausgangstür schon
Gleichgültig legt mir der Verkäufer das Rückgeld von 3,58€ hin

10 Sekunden lang überlege ich wie ich hier eigentlich reingeraten bin

Hebe meinen Arm und setze an
Meine volle Flasche schlägt an die Knabbereckenwand

Drehe mich um, renne los

Sinnlos.

Dienstag, 6. Oktober 2009

Fast hätte ich mir das Rückrad gebrochen
Und beinah auch ein Auge ausgestochen
Keine ausreichende Ruhe
Und die Haare nicht gewaschen
Mein glitzerner catwalk mit ramponierten Schuhen
Speckigen Hosen mit ausgebeulten Taschen
Stets und ständig
Breit unbändig
Nicht zu fassen
Doch nicht fallen zu lassen
Bitte fortsetzen
Und einklinken in die sinnlosen Wortfetzen
Die meinem roten Mund entschwinden

Was dann niemand geglaubt zu passieren
Doch da spürte ich die Realität erneut grassieren
Zurück.erlangt
An einem sonnigen Mittag unter Buchen und Linden
Konnte ich plötzlich alles wieder.finden
Und ich habe Neptun dafür gedankt
Oder wer auch immer dort oben sein mag
Für den ich seine Lasten trag

Und so tingel ich und tangel
Wie ein Fisch an der Angel
Der dollste Brocken am Haken
Mit meinem Leib in deinen Laken
Meinem Duft in deinem Bett
Ganz genau

My head
My head is a gorgeous sunset.

In meinen Augen das Brennen
Wenn die Stunden nur so rennen
Die Minuten zerfließen
Eklatant
Wenn man auf der BuGa vergisst die Blumen zu gießen
Und was ich versuche auszudrücken
Ist davon gar nicht mal so weit entfernt
Denn je größer die Lücken
Desto geringer was man lernt
Was der Geist braucht um sich satt zu fühlen
Der Input als Treibsand unserer Mühlen
Wasser oder Hopfen
Es ist so schwer, wenn Talente die Tapete herunter tropfen
In ungesaugten Teppichen enden
Sich die Blätter im Herbst, Winter und Frühling nicht wenden
Kein Land in Sicht
From 9 'til 5
Ich kann das nicht.
Ich bin auf der Suche
Nach
Gott, nach was denn eigentlich?
Die Antwort auf was bleibt übrig unterm Strich
Mädchen, so entscheide dich!
Raunt es in meine Ohren..
..ich bin so geboren?
Nicht plausibel
Schon gar kein Schwur auf irgendeiner Bibel
Egal ob altes oder neues Testament
Ich glaube
Ich glaube nur den strahlendesten Lichtern am Firmament
Oder auch meinem weitreichendem vokabularen Kontingent
Also verharre ich in auditiver Nüchernheit
Weckt mich einfach wieder auf
Ich bin dann schon bereit
Fuchs, du hast die Gans gestohlen
Erpel, ich werde dir den Po versohlen
Und so flatter ich los
Sitze dann auf heißen Kohlen
Habe grad noch rechtzeitig bemerkt
Ohne Flügel werde ich wohl niemanden einhohlen
Der Wind weht bald ein trauriges Lied
Pfeift zu mir und Fauna
Am Ende
Kinder, da geht das herrlichste Wolkenmeer verloren
Mein Haupt aus der Schlinge
Hätte ich nicht gedacht, dass dies jemals wieder ginge

Abgetaucht

Wenn der Löwe als Symbol der Stärke gilt
Habe ich ihn angefaucht
Ja erst das Grün hat mir Lebendigkeit wieder eingehaucht
Hat mich nach wochenlanger Obhut endlich gestillt
Für mich nun das beruhigenste Bild
Wenn alles um mich herum nur so thrillt
So bin ich ganz bilingual gewillt

Nicht mehr abzutauchen
Wenn die Ufer mich brauchen

Samstag, 3. Oktober 2009

Ich habe die lauen Sommernächte ausgenutzt
Mich fein rausgeputzt
Sogar den nicht vorhandenen Damenbart gestutzt
Mein eigenes Weltbild in.Folge.dessen beschmutzt
Nur um rauszufinden
Am aller.Wenigsten hat das alles mir genutzt
Ich liebe diese Tage, die irgendwie niemals enden
Es liegt in unserer Hand, das Blatt zu wenden
Oder neu.zu.beschmieren
Wohin werden wir tendieren?
Die Sonne sinkt, der Mond erhebt
Wenn jeder Einzelne von uns schwebt
Mikrokosmos
Lass los
Lass fallen
Nichts ist wichtiger als jetzt
Vielleicht kommt das Bewusstsein zuletzt
Tendenziell nie mehr
Her
Wer überhaupt will das schon?
Ja zum Teufel wer?
Für mich wolltste nur das Beste
Und dafür drücke ich dich ganz feste
Dass ich die Dinge tue, die ich mache
Tut hier nichts zur Sache
Wie ich gehe, wie ich lache
Wie ein Mensch beeinflussen kann und verwandeln
Wenn ich ein Gedicht schreiben könnte
Es würde von dir handeln

Dienstag, 29. September 2009

Wenn ich immer schon weiß, worauf es hinausläuft
Wenn sich die Verzweiflung in deinen Blicken häuft
Die Unfähigkeit einzugreifen
So lässt du es schleifen
Und mich machen
Doch an den tiefsten Punkten vergeht einem das Lachen
Bleibt im Halse stecken
Lässt Lebensentwürfe verrecken
Die Sehnsucht siehst du hinter Rosenhecken
Hockt dort und lauert
Und es hat so lang gedauert
Es hat mich soviel Zeit gekostet
Zu sehen was bleibt und was rostet
Was zieht und was ich tatsächlich brauche
Denn seit 36 Stunden nicht im Bett
Mein großes Glück
Die Atmosphäre
Macht die Augenringe wett
Und ich wünsche mich so sehr zurück
Zu dem Gefühl
Stück für Stück
Zu dem Schmerz
Als mein ganzes nur ein halbes Herz
Ich schlafe in der Sonne ein
So muss es wohl sein
Kriege nichts mehr mit
Gehe Schritt für Schritt
Tauche ein
In die unerforschten Gebiete des Verloren.Sein
Hier ist es schön und ich kann rasten
Mich unaufhaltsam in die dunkelsten Gefilde tasten
Die verkehrte Richtung
Ist die emotionalste Dichtung
Worum es sich dreht, also wirklich und in echt
Hesse, Goethe und Brecht
Ich persönlich
Ich persönlich gebe niemanden Recht

Mittwoch, 23. September 2009

Und alles verschwimmt
Weil irgendwie überhaupt nichts mehr stimmt
Von der alten, hochgehaltenen Wahrheit
Unserer Gemeinsamkeit
Unserer Einheit
Noch schwerer als das Leid
Ist der Stift in meiner Hand
Tonnen scheinen an ihm zu hängen
Schlagen mich um unerreichbare Längen
Und so laufe ich gegen jede Wand
Höre die Töne vom Klavier
Ein kurzes: Du bist hier
Ein kleines: Du bist immer da
Auch wenn ich dich vor Ewigkeiten zum letzten Mal wirklich sah
So bist du in Allem, was ich mache
Bist der Grund, warum ich weine
Lächelst hoffentlich, wenn ich grad lache
Genießt die Musik und sovieles drum herum
Schreist es in die Welt
Und ich bleibe stumm
Zitter an der Stätte
An der ich anders hätte
Können
Sollen
Wollen
Öffne meine Augen nur noch, damit die Tränen rollen
Können
Wollen
Sollen
Oder sowas in der Art
Mein Verlust hat sich mit dem Missen gepaart
Und ich kann ahnen, dass es dir genauso geht
Wenn diese Kritzelei hier erstmal im XP Word steht
Dass du an mich denkst
Dein Glück dennoch in die gesunden Bahnen lenkst
Und dafür verneige ich mich
Ehrfürchtig
Bleib tüchtig
Alles richtig
Alles nichtig
Alles egal
Zum Wärmen der Schal
Die Kälte zur Qual
Ich könnte
Sollte
Will
Ich liebe dich weiterhin ganz still
Da es ohnehin nichts bringt
Wenn uns Amor ständig linkt
Notizblock
Morgendlicher Schock
Eingraben
Steinbock.
Eingebrannte Narben
Zuviele Einflüsse
Zu ausprobierende Genüsse
Zurück oder geradeaus
Weg oder doch mal lieber zu Haus?
Comedy Central oder ein altes Fotobuch
Segen oder Fluch?
Handy oder Telefon
Ja unbedingt oder kenne ich schon?
Liebe oder Herz
Ulk oder Scherz
Weil die Sommersonne alles bleicht
Wenn ein nächster Monat verstreicht
Es ist die geliebte Selbstzerstörung
Die nicht auf mich_selbst_Hörung
Das immer, immer mehr
Gib her, gib her, gib her
Meine Nase beginnt zu jucken
Morgen werde ich in den Spiegel gucken
Und wegen mir selbst zusammen.zucken
Doch das ist das Spiel
Es verlangt halt viel
Würfel mit oder geh nach Hause
Zum Nachdenken gibt es hier einfach keine Pause
Die Daseinsberechtigung auf der Überholspur
Dagewesen zu stur
Einmal drin
Macht zwei Mal raus
Baut die Wände um dich herum
Sitzt im selbst erschaffenen Haus
Sind die Fenster noch sauber
Noch den vollen Akku im Schrauber
Doch der große Sturm nähert gewiss
Ein Kindermärchen lehrte schon, dass das so is'
Und dann kippt alles um
Weht alles weg
Übrig bleibt ein kleiner Haufen Dreck
Nah dran dich zu lieben
Kurz davor den Hals nicht vollzukriegen
Möchte so gern tun was ich immer tat
Mit Pauken und Posaunen
Wenn ihr alle nicht
Oder zur Genüge um mich wart
Über deine Reaktionen staunen
Vom Dunkel ins Hell
Zaghaft zu sternenstaubschnell
Wärst du eine Partei
Ich gäbe dir beide Stimmen
Wärst du der Atlantik
Ich würde dich durchschwimmen
Bist du der Tick
Bin ich das Tack
Bist du der Klick
Bin ich das Klack
Bin ich grunge
Und du so schick
Frühstück, Dinner, Lunch
Wir sind fast dabei die Minuten anzufassen
Einzuatmen
In unserer Welt zu lassen
Zahlen fallen
Buchstaben schallen
Blätter wehen
Wenn ich will, kann ich dir spielend leicht den Kopf verdrehen
Ich könnte, wenn ich wüsste
Ich würde, wenn ich müsste
Wohin und wann
Ach dann und dann
Schick mir eine Nachricht
Sag mehr Freiheit als Pflicht
Gib mir den Zettel, ich unterschreibe den Wisch
Mit abgebrochener Mine ist das dann auch endlich vom Tisch
Ach was, die sind zum nähern dahinter Schauen?
Ja, denn gib mir welche von den Blauen
Und die Gelben
Machen mich verbunden mit den Selben
Mit dem Roten dann
Kann ich wach bleiben bis irgendwann
Eine kleine Linie nur
Und ich bin Stunden auf dem Flur
Aber die ganz, ganz Weißen
Sollte ich behutsam schmeißen?
Denn wenn die mit dem Gesicht zu doll wirken
Kann ich mit den Braunen meine Umwelt türken!
Doch wenn alle Türen geschlossen sind
Bin ich wieder blind
Wieder taub
Da alle anderen noch schwerhöriger sind
Nicht offen
Und nicht da
In meine Menschenhoffung getroffen
Gedanken um ein Jahr
In dem ich nur der Farben wegen war

Zum ersten Mal seit 14 Wochen
Habe ich mein eigenes Waschpulver heute wieder gerochen
Kann ich sagen vermutlich bin ich angekommen
Doch weshalb wirkt trotzdem alles wie benommen?
Mein Zuhause eine Straße
Mein Zustand eine Phase
Zerspringt auf dem Küchenboden wie eine Vase
In der gar keine Blumen mehr waren
Demzufolge kann ich mir das Blumenmädchen sparen
Bin mein eigenes Sonnenkind
Noch schneller als geschwind
Und so laufe ich ohne Rennschuhe
Irgendwo
Ja, irgendwo finde ich ganz sicher meine Ruhe
Der Schuh drückt
Die Rumrennerei macht mich verrückt
Warum kaufe ich mir keine Sandaletten?
Tz
Tz
Tz
Als ob diese was verändert hätten.
Wenn das Ferne ruft
Wäge ich ab
Versuche zu entscheiden
Du hast die Lage dann schon als hoffnungslos eingestuft
Doch was gibt Hoffnung und Zuversicht?
Besser weißt du es nämlich selber nicht
Also sprich deine Worte
Beende deine Sätze
Ich krakel ein Gedicht
Und schreibe Sekundenschätze
Ich sollte mein Zimmer aufräumen
Sollte aufhören zu träumen
Beginnen mit dem Bepflanzen von gedanklichen Bäumen
Anfangen zu greifen
Um schlußendlich am Greifen zu reifen
Die Zeichen wahrnehmen
Ohne irgendwelches Grämen
Endlich einsehen
Alles aus Versehen
Niemals so geplant
Für den Prozess nur eben getarnt
Die Maskerade
Als Schräglage in der Gerade
Das Kostüm nun im Schrank
Tabula Rasa zu Überflutung zu blank
Der Eingebung sei Dank

Mittwoch, 26. August 2009

Für alles was geschieht
Gibt es das passende Lied
Bei allem, was im Alltag so passiert
Gibt es einen Gewinner und jemanden, der verliert
Da ist ein Hüh und Hott
Ein nicht nachdenken und ein jetzt aber flott
Der Schmerz davor
Das Lächeln danach
Für die Hygene gibt es einen Gas.Wasser.Mann

Und dann gibt es da diesen einen
Der Eine, der das alles vereinen kann
Der Eine, der genau ahnt
Wie, wo, warum und wann
Ab dann läuft alles ungeplant

Und doch als sollte es immer so sein
Bier, Sekt und Wein
Sonne, Wasser und Luft
Ein heißer, betörender Duft

Wenn alles, was heute übrigbleibt
Sich auf diesem Blatt zu Ende schreibt
Weil du mir den Glanz in meine strahlenden Augen treibst
Weil du bleibst?

Weil plötzlich alles einen Sinn ergibt
Weil das Glück mit mir wippt
Weil die Ansicht kippt
Wenn du dieser Eine bist

Wenn es Liebe ist

An einem weiteren Tag kann ich nicht schlafen
Ich schipper umher in deinem geistigen Hafen
Mein Kopf zerspringt
Die Katze singt
Der Kater murrt
Wenn der Magen nach fünf Pizzen noch knurrt
Eine Grille zirpt
Weitläufigkeit, die dein Herz bürgt
Lungen pfeifen
Gefühle reifen
Die Vernunft wird greifen
Wenn wir es denn wollen
Aber weshalb sollten wir das sollen?
Das Radio spielt seit 21 Stunden
Auf deinen Lippen habe ich das Echte wiedergefunden
Vielleicht
Ja möglicherweise ist morgen alles verschwunden
Überbleibsel aus dem ganz eigenen Paralleluniversum
Hier sind unsere Worte stumm
Die Taten versteckt
Im Tran von zwei Flaschen Sekt
Im Tran von dir und mir
Im Traum von irgendwo anders
Im Traum von einem viel schöneren Anlass
Zu gestehen
Ich glaub' das war nicht aus Versehen
Wenn die Bewusstlosigkeit aus uns schreit
Oder schreien wir bis zur Bewusstlosigkeit?
Mein Lebensmittelpunkt jetzt auf drei Quadratmetern
Ein so offensichtlicher Weg auf durchgelatschten Tretern
Eine derart vertraute Stimme in meinem Ohr
Chan Marshall
Wie schon in den Jahren zuvor
LSDgeschwängert
Habe ich die Sommertage dann einfach noch etwas verlängert
Und stelle fest
Was so sehr erstaunt
Am Ende und Rest

Is the beating of my heart the only sound

Mittwoch, 19. August 2009

Ein Geständnis
Wird zum folgenschweren Verhängnis
Wenn alle gegangen sind und ich da noch sitze
Die Schande und verstrichene Stunden ausschwitze
Die Sonne treibt dann am Himmelszelt
Ihr Spiel mit mir
So wie es ihr gefällt

Steht sie am höchsten Punkt auch grad bei dir?

Fünf Fragen fliegen durch diesen Raum
Fünf Antworten reichen hier kaum
Um mir den Weg zu zeigen
Mir den Glanz aus den Augen zu treiben
Mich zu bewegen
Mich wieder hinzulegen

Ich betrachte die Situation von außen
Werde still
Lasse das Helle draußen
Und weiß ganz plötzlich, was ich wirklich will
Ich habe die Bässe im Herzen
Und die Doppeldeutigkeit zum Scherzen
Heute
Heute ist ein grandioser Tag
Sich im Gleichgültigen zu ertränken
Den eigenen Weltschmerz zu senken
Die Bedürfnisse nur auf mich zu lenken
Denn ich bin nur dein stummer Wegbegleiter
Dein Alibi-Außenseiter
Der immer-für-dich-Streiter
Und bei der ganzen Konzentration
Rückt nach hinten was ich lange wollte schon
Es sind drei Monate
Und das ist ein viertel Jahr
Dein Gesicht, das ich als Erstes wieder sah
Der Punkt an dem ich annahm
Jetzt geht Schnelligkeit vor lahm
Doch du ziehst nicht mit
Und ich mit einem vor-dir-Schritt
Sollte endlich verstehen
Ich werde schlußendlich ohne dich gehen
Ohne dich leben
Jemand Anderes geben
Was zurückkommt zu mir
Ruhen ohne übernächstes Bier

Es ist wie Rennen gegen Mauern
Wie ein regnerischer Morgen mit tausend Kälteschauern
Immer auf den ersehnten Moment lauern
In der dreckigsten Ecke kauern
Alles schon gewesen
Keine Ambition dieselben Buchstaben wieder zu lesen
Und so verweile ich unter Meinesgleichen
Warte auf die großen Zeichen
Die "schon längst da" sind
Werde ich angeschrien von einem bockigen Kind
Überall diese eine Stadt
Die scheinbar viel mehr für mich übrig hat
Als du je fähig wärst
Denn auch wenn du meine Strecke fährst
Fehlt die Einsicht
Fehlt die Hunderprozentigkeit

Ist mein Leid

Und wenn du irgendwann erkennst
Dass du weiterhin die falschen Namen nennst
Bin ich augenblicklich da
So wie ich es in einem Augenblick nur war

Mittwoch, 29. Juli 2009

Ich habe deine Nachricht gelesen
Ich bin im Posteingang schon vor dir gewesen
Da ich immer weiß, wann der Zeitpunkt ist
An dem du hundertprozentig für mich bist
Ohne Trug und ohne List
Weil du dich durch Andere an mir misst?
Was für ein unwirklicher Mist
Du bist größer als alles zuvor
Bei dir ist zuhören wie Chor
Wie Vögel auf den Dächern
Wie ohne Boden bechern
Heute leben ohne nur einen Gedanken an später zu verschwenden
In der brütenden Mittagssonne stehen ohne blenden
Ich könnte soviele Dinge aufführen
Doch am Schluss
Zählt nur
Was wir spüren
Eine kaputte Uhr
Ein Glückspfennig im städtischen Fluss
Ein Dasein fern ab von Überdruss
Mein Schreib
Dein Redefluss
Ein letzter Kuss
Und es wird niemals enden
Mein Wirbel in deinen Lenden
Mit unseren verbrannten Händen
Suchen wir den besten Augenblick
Ohne zu erahnen
Wir haben ihn schon längst erfahren

take a ride

Ich ziehe blank
Und sage vielen Dank
An alle, die da sind
An die Eingebung so blind
Die sicher versteckten Wortschätze
Die durch dich entstehenden, vertrautesten Sätze
Meinen Kopf, den ich setze
Eine Zahl, die ich wähle
Die Stunden, die ich nicht mehr zähle
Ich habe viel
Viel übrig für das Spiel
Kenne weder Anfang, noch das Ziel
Habe die Zwischenetappen verpasst
Hab mich einfach nicht gehalten an die Rast
Renne weiter
Laufe fort
Suche die glückbringende Leiter
An einem anderen Ort
Oder bleibe ich doch?
Das große schwarze Loch
In das die Buchstaben nur so purzeln
Ich brauche einen Sturzhelm
Schoner für Ellenbogen und Knie
Ich muss das riskieren, sonst weiß ich es ja nie
Denn ich könnte mir selber nicht vergeben
Einfach nur zu träumen von einem anderen Leben

Sonntag, 26. Juli 2009

cocaine and camcorders

Rap ist nicht MC Hammer
Und so bin ich kein Slammer
Bin nicht Dichter, nicht Denker
Irgendwo in die Richtung Lenker
Kein lichter Moment
Kein auf Anhieb Monument
Weltschmerzsenker
Kein Reimer, kein Poet
Eine, die immer an vorderster Stelle steht
Auch wenn sie in der Reihe stets ganz hinten geht
Kein Philosoph, kein Schreiber
Ein Mittendrinumhertreiber
Kein Kaffee um 13 Uhr
Ein Vorhaben zu stur
Kein Laptop auf der Dachterrasse
Ein wie ich da eben grad so reinpasse
Kein Lektorat und kein Verlag
Ein inspirationskillender unbefristeter Arbeitsvertrag
Kein Notizblock immer dabei
Ewige Rumrennerei
Von allem ein Stück, doch nichts davon
Vieles verloren und einiges gewonnen
An irgendeiner Stelle dazwischen
Ein wackliges Stuhlbein zwischen den Tischen
Irgendwann auf dem Weg
Wenn ich mich irgendwann schlafen leg

Erreicht
Verirrt
Es reicht
Ich bin verwirrt

au revoir tristesse

Kommst du nun mit oder was?
Ich habe einen Kassettenrecorder mit Bass
Einen Koffer, in den auch deine Klamotten passen
Um alles zurückzulassen
Habe ich höchstens eine Träne
Ich denke an die bunten Pläne
An die spitzbübischen Taten
Die Samstagsrätselbeilage lösen ohne zu raten
Ich habe den Knopf gedrückt und muss nur starten
Auf dich kann ich noch maximal 32 Tage warten
Ohne dich unter Druck setzen zu wollen
Aber wir müssen der Besonderheit schon den nötigen Respekt zollen
Meinen Hubba Bubba habe ich an deinen Spiegel geklebt
Und würde nie vergessen wie du heißt
Aber wie du inzwischen ja weißt
Hat auch ein Michael Jackson nicht ewig gelebt
Mein Zimmer wirkt immer noch etwas so
Wie als ich für Wochen war woanderswo

Die Frage, die sich stellt

Ob mir das Aufräumen nicht gefällt?
Ob sich die Faulheit latent zu mir gesellt?
Oder versuche ich mich abrufbereit zu geben
Für die Hoffnung auf ein abrufbereites Leben
Mit einem Fuß nur hier
Mit vollem Geist bei dir
Und dennoch habe ich die Tasche eingehakt
In drei Minuten sind die Sachen gepackt
Irgendetwas lässt mich nicht in Ruhe
Neue Freunde, neue Wörter, neue Schuhe
Doch wer ist verantwortlich für all die Regeln
Wer gibt mir den Wind in meinen mottenzerfressenen Segeln
Um meine Zukunft kegeln?
Alle Neune, alle Elf, eine Niete und Strike
Die Breite, zu der ich neig'
Die Weite, die ich dir zeig'

An Blüten der Ast
An Wurzeln der Zweig
Wenn alles, was du hast
Wirklich für dich passt

Freitag, 24. Juli 2009

mister perfect

Der Wind bläst mir angenehm erfrischend um die Nase, der Himmel ist in dunkelblau und Purpur getaucht, es riecht nach Regen. Es ist kurz nach 23 Uhr und noch nicht so richtig dunkel wie in der Nacht, aber wohl schon so, dass man die Ampellichter auf den großen und kleinen Straßen dieser Stadt bewusster wahrnimmt. Ich für meinen Teil stehe gerade an einer solchen Ampel, es ist rot und ich nutze die Gelegenheit um mir eine Zigarette anzuzünden, als mich eine freundliche Stimme anspricht. Sie gehört zu dem Jungen, mit dem ich bereits wenige Minuten zuvor in der S-Bahn verstohlene Blicke austauschte. Doch das wusste ich nicht als ich meinen Kopf nach links neige und gleichzeitig mein krauses Haupthaar hinter die Schulter werfe.

"Kann ich dir für 20 Cent eine Zigarette abkaufen?"

Mit einer mich selbst erschreckend schnellen Reaktion strecke ich ihm meine noch offene Schachtel entgegen und sage "Die kannst du auch so haben!".

20 Cent für eine Kippe. Wie niedlich. Das erinnert mich stark an mein 13. Lebensjahr, als ich zum Kiosk ging und einzelne Glimmstängel kaufte, weil mein Taschengeld aufgebraucht war. Allerdings waren es damals noch 15 Pfennig pro Stück. Mit einem ironischen Unterton frage ich ihn lächelnd, ob er noch Feuer brauche.
"Ja, bitte."
Ich daraufhin entsetzt: "Ja wirklich?"
"Ja echt!"

Er gibt mir mit einem netten "Danke" das Loweprofeuerzeug (ein Werbegeschenk) wieder und setzt sich seine großen silbernen Kopfhörer auf. In diesem Moment schaltet die Ampel auf Grün und ich freue mich, dass die Spiele nun eröffnet sind. Der Zauber des Augenblicks war da, ich habe ihn fast berühren können.
Das hier ist er also, der große Unbekannte, der Retter. Was für ein Nonplusultra an spontaner Romantik. Liebe auf den ersten Blick neben vollen Mülleimern an vertrauten Straßenecken.
Eigentlich habe ich es mir anders vorgestellt, aber ich will Amor da natürlich keine Vorschriften machen.


Der geheimnisvolle Aushilfsraucher läuft zwar noch ein paar Meter hinter mir, aber das ist okay, denn mit meinem Tempo Schritt zu halten, muss ja auch erst mal geschafft werden. Ich kann mir schon vorstellen, wie die Einladungen zu unserer Hochzeit aussehen werden. Das Nikotin führte zwei großartige Menschen zusammen…
Ich frage mich, wie er wohl das Gespräch anfangen wird und was für ein Name zu ihm passen könnte. Wie alt er ist und kommt er überhaupt aus Berlin?

Die nächste Kreuzung jedoch erreiche ich schon allein und zurückgelassen. Er ist weg. Einfach so.
Er hat mich nicht nochmal angesprochen, dabei habe ich ihm doch mit meinem absichtlichen Vorsprung Gelegenheit gegeben, sich ein paar beeindruckende Worte gedanklich zurechtzulegen.
Wo ist denn plötzlich die Romantik von eben?

Ich bin überfordert mit der Situation und schaue mich nochmal um.
Doch neben mir laufen nur zwei Anfang-Zwanziger, die soeben im Kino waren. Das weiß ich, weil ich sie aus dem Kino habe rausgehen sehen. Sie unterhalten sich darüber, dass Stephen King der beste Horrorbuchautor aller Zeiten ist und zählen sich gegenseitig ihre Lieblingsromane auf, die dann verfilmt wurden. Erstes oder zweites Date? Mein Date ist anscheinend in einer Seitenstraße abgebogen. Eine Sackgasse? Ob ich morgen zur gleichen Welle an der gleichen Stelle sein sollte?


Vielleicht war er ja auch schwul.

faktor x

Begleitet von einem offenherzigen „Abend“ stelle ich die Flasche Cola auf der Ladentheke ab und bitte außerdem um eine Schachtel Zigaretten.
„Und eine Schachtel Marlboro Medium hätte ich noch gerne.“
Gemächlich dreht sich die eine von den beiden Spätverkaufverkäuferinnen zum Regal und fingert nach meiner Marke währenddessen die andere Verkäuferin Löcher in die Luft guckt und angestrengt darüber nachdenkt, wie die Sängerin des Liedes, welches grad im Radio gespielt wird, heißt.

Wie überall zurzeit sind das natürlich Gossip mit „Heavy cross“.

„Dita, Dito, Dato; irgendwat mit Dito! Mensch wie heißt die denn? Die war doch jetz och erst mitm Lagerfeld unterwegs.“

„Du, ick kenne den Namen nicht, weiß aber wen de meinst Regina.“ sagt die deutlich jüngere Angestellte nachdem sie mir ein Päckchen Marlboro Ultra neben meine Cola legt und anfängt, meine zu zahlende Ware zu scannen.

Mit nettem Ton und viel Geduld kommt von meiner Seite der Theke „Ich wollte Medium, nicht Ultra.“. Dann widme ich mich der älteren, nichtstuenden, außer zu grübelnden Angestellten und spreche „Und Sie meinen Beth Dito. Das ist die Sängerin der Band, deren Song sie so gut finden.“.

„Dito! Jenau, wusst icks doch, irgendwas mit Dito!“

„5 Euro 85“

Da war ja was. Ich freue mich, dass ich es passend habe und trete meinen Weg zurück auf die Straße an als ich die Ältere zur Jüngeren flüstern höre
„Wie hieß die jetzt?“.

Mitten in dem Geschäft, in dem dringend mal wieder gewischt werden sollte, drehe ich mich um und rufe laut „Dito. Beth Dito. B-E-T-H ist der Vorname und Dito wie Dato!“.

„Ach, Beth!“

Kopfschüttelnd, aber bewusst darüber, dass ich in wenigen Sekunden durstgelöscht sein werde, öffne ich die Tür, wobei ein kleines Willkommensglöckchen erklingt und frage mich, ob das der nahe Tod der einstigen Independentszene ist. Vor ein paar Jahren noch wurde Beth Dito doch nur belächelt, oder? Die dicke, betrunkene Lesbe mit Achselbehaarung. Oder bringe ich da die Fakten durcheinander?

Wir leben in einer Welt, in der Traum und Wirklichkeit nah beieinander liegen.
In der Tatsachen oft wie Fantasiegebilde erscheinen, die wir uns nicht erklären können.
Können Sie Wahrheit und Lüge unterscheiden?
Dazu müssen Sie über Ihr Denken hinausgehen und Ihrem Geist dem Unglaublichen öffnen.

Jonathan Frakes heißt uns willkommen und fragt „Was glauben Sie?“

Unfassbar, wie teuer eine Cola im Spätverkauf ist.

Donnerstag, 16. Juli 2009

crown of the age

Ich setze an und atme ein
Ich schließe die Augen und lasse es sein
Ich reiße sie wieder auf
Ganz gewohnt nimmt alles seinen altbekannten Lauf
Die Bilder reihen sich kontinuierlich ein
Als wäre nie gewesen, was immer sollte sein
Als wäre dieser kurze Lebensabschnitt
In dem mir die Kontrolle aus den Händen glitt
Nie gewesen
Nie von gehört, schon gar nicht von gelesen
Ich bin froh und ich bin heiter
Und trotzdem kommen wir so nicht mehr weiter
Werden einfach nicht alt
Weil der Nachruf zu sehr schallt
Ich habe mich damit abgefunden
So ist es halt
Von 10 auf 5 auf 3 Runden
Spontaner Pessimismus geht verschwunden
Hand in Hand mit der irgendwann eintretenden Stagnation
Keine Lust und nein danke
Da ich meine Inspiration woanders tanke
Nur wo genau
Ist das große Rätsel
Zum Weißbier die Brezel
Zu dem dann das danach
Na dass ich nicht lach'
Warum sollte ich mich wehren
Gegen was erleichtert statt zu erschweren?
Am Ende ist es sowieso und immer nur
Der Blick, der nicht mehr gereicht hat zur Uhr
Zum Ziffernblatt
Weil alles währenddessen grandios gepasst hat
Und zu den Pilzen dann der Honig
Zur Herzmitte gehts hier lang
Ganz tief da drinnen wohn' ich
Leg mich hin, erhebe mich, renne los
Zu klein, zu groß
Den inneren Schweinehund besiegt auf einem Floß
Endlich wieder schwerelos

Sonntag, 12. Juli 2009

n~n~n~n

Vitaminshakes gegen Drogencocktail
Mein Geist for sale
Ich kann alles auf eine Karte setzen
Ich kann ziellos umherhetzen
Ich kann deinen Namen nennen in meinen Sätzen
Ich kann es auch einfach sein lassen
Ich kann es gar nicht fassen
Dass die ganzen Wörter in meinem Kopf
Auf diesen Bildschirm hier nicht passen
Weil ich schreibe über was ich fühle
Über meine jeweiligen Gefühle
In einer fiktiven oder tatsächlich stattgefundenen Situation
Aber wann genau weißt du schon
Wie ich das Du in meinen Versen da stehen lasse
Ob ich dich respektiere, vergötter' oder hasse
Als Teil vom Spiel
Zu ganz, halb oder subtil
Von ein bisschen, zu sehr, zu viel
Denn im Grunde ist da mehr Intuition als berechnendes Kalkül
Auf der Strecke geblieben
An jemand Anderes verliehen
Jetzt können die Buchstaben ziehen
Und alles Andere auch
Mein aufgeblähter Bauch
Meine Pfütze voller Dreck
Mein selbst kreierter Soundtrack
Mein wohlbehütetes Versteck
Mein Händler des Vertrauens ums Eck
Mein idealisiertes Kämpfen ums Verreck
Mein für Dich
Das Dein für Mich
Das für Ewigkeiten sicherlich

young lungs


Immer artig an den Versen pfeilen
Der Anspruch liegt in den ausdrucksstärksten Zeilen
Durch die kann ich mich mitteilen
Ohne dass du da bist auch mit dir verweilen
Weil richtig gewählte Worte soviel mehr Wahrheit übertragen
Als schwärmerische Blicke an verregneten Tagen
Als ein gutes Essen im Magen
Und überhaupt
Habe ich stets und ständig daran geglaubt
Und letzens, ja da musste ich nur schnell einem Marienchenkäfer das Leben noch retten
Sonst hätte ich den Bus sicher erwischt
Wetten?
Ohnehin würde ich so Einiges auf mich nehmen
Mich zwar am nächsten Tag für das verquollende Gesicht schämen
Aber das ist mir ja gleichgültig in den nächtlichen Stunden
Draußen ist es warm
Also lass uns nicht an Schlaflosigkeit sparen
Wenn wir uns verfahren
Ist das einigen Menschen vor uns schon passiert
Doch wer nicht wagt, der verliert
Und wer verliert und trotzdem wagt
Hat vorher einfach nur noch nicht das Richtige gesagt

bring me closer

Nach stundenlangem am Fenster hocken
Sind die Tränen nun auch endlich trocken
Schmerzhaft wird mir bewusst
Es wurde getan, was du tun musst
Und möglicherweise schaffe ich auf diesem Wege ja
Was du dir gewünscht hast schon vor einem Jahr
Denn nun mit der Hälfte an Sinn
Komme ich vielleicht dahinter, wo ich wirklich bin

Freitag, 10. Juli 2009

jean claude


Neulich saß ich in dem Wartezimmer meines Hausarztes, um herauszufinden, weshalb ich Beschwerden in meiner Magengegend habe. Leider wurde mir nicht das Glück zuteil, rechtzeitig zur Sprechstunde erschienen zu sein und damit alles schnell hinter mich bringen zu können. Und so zählte ich die Minuten und Sekunden währenddessen ich auf meinem knarzenden Stuhl die anderen Patienten beobachtete und mit meinen ganz eigenen Theorien ihre Krankheitsbilder aufstellte. Schnell wurde mir langweilig und weil ich mir dachte, dass es keinen guten Eindruck hinterlässt, wenn man in so einer Situation wie ich sie da hatte, einnickt, stand ich auf und bahnte mir den Weg zu dem kleinen, hölzernen Tisch, auf dem mehrere Magazine und ärztliche Ratgeber liegen. Da ich kein wirkliches Interesse für die „Bild der Frau“ hege, griff ich mir eine Zeitschrift, die mich immerhin teilweise ansprach. Auf der Titelseite war ein kräftiger Mann frontal abgelichtet, der bei mir den Eindruck erweckt, er könne die Dinge in die Hand nehmen. Angezogen versteht sich. Ansprechend! Erst als ich auf meinem klapprigen Stuhl wieder Platz nahm, bemerkte ich, dass ich mir ein Informationsheftchen griff, welches sich mit Rücken, Wirbelsäule, korrektem Stehen und Haltungsschäden beschäftigt.
Da es mir selbst zu blöd war, wiederholt aufzustehen um mir eine neue Lektüre zu ergattern, die mich ohnehin nicht interessiert, fing ich an, etwas zu blättern.
Einige Augenblicke später wurde mir die Doppeldeutung der Aufmachung bewusst. Die Schlagezeile „Wer richtig geht, hat mehr Spaß am Leben“ rief in mir ein unterschwelliges, abwertendes Prusten hervor, welches schnell in Stirnrunzeln überging.
Ich fragte mich, ob die Redakteure der „Ortho Press“ wussten, was sie mit solchen Sätzen bei einigen Menschen anrichten können. Denn meiner Meinung nach kann man doch nicht einfach so frei von der Leber weg die These bringen „Wer richtig geht, hat mehr Spaß am Leben“.

Denn selbst wenn man richtig durchs Leben geht, kann so manches schieflaufen. Und wer überhaupt sagt einem, wie man richtig zu laufen hat? Ampeln? Regionale Wegweiser? ABC Schützen? Verkehrszeichen? Straßennamen? Bürgermeister? Umzugswagen? Zebrastreifen? Der Wetterbericht? Eckkneipen?

Das Herz?

Mein Arzt öffnet die Tür zu seinem Sprechzimmer und bittet mich herein.

Ich habe vergessen, warum ich hergekommen war.

Einst hat Peter Doherty so einen Song eingeläutet

What thrillin‘ me is killin‘ me

Und das bedeutet
Die meisten Dinge, die mich umgeben
Zwingen mich in die Knie
Zum talentverschwendeten Leben
Zu spät ist es doch aber nie
Oder wie?
Wenn die Einheitlichkeit siegt
Und der Glanz verfliegt
Der Lack ist ab

What the fuck?

Mittwoch, 8. Juli 2009

Die Energie raubt den Schlaf
All die Kleinigkeiten, die man nicht nennen darf
Oder sollte
Sind in drei Wochen, was man letztes Jahr nicht wollte
Was die Bewunderung einfriert
Wenn der Glaube mutiert
Zu einem besseren Leben
Mit noch höher gerichtetem Streben
Werde ich in einem mit Wünschen bepflanzten Garten
Alles umgraben mit einem kaputten Spaten
Kaufe keinen Neuen
Kann mich auch an schwerer Arbeit erfreuen
Wische mir das Wasser aus dem Gesicht
Erschöpfung
Nein, die kenne ich nicht.
Ist es noch Entspannung oder schon Laben?
Und wie anmutig all die Pferde hier traben
Überhaupt sind es eindeutig zuviel Farben
Doch zum Glück wird die Zerrissenheit verraten
Was wir alle vom nächsten Tag erwarten
Wenn die Sonne hier jetzt reinkracht
Weckt es in Jedem wohl den schrecklichen Verdacht
Die Herrlichkeit zu verpassen
Wenn man vergisst, sich auf sie einzulassen
Denn wenn man den Grund des Bodens erst erreicht
Und das Verhalten blutet
Hat sich die Großstadtromantik eingefleischt
Und alles bleibt gleich
Hat schon lange niemand mehr vermutet
Der weiß wie es ist
Wenn du unter vierhunderttausend der Einzige bist

Montag, 6. Juli 2009

out of sight

credits

An dem ganzen Schmerz gemessen
Den wir heute in uns tragen
Haben wir alles Glück der Welt besessen
Alles weggeschmissen
Alles auseinander_gerissen
Das rosarote Band
Gefühl und Verstand
Durch unsere Uhr läuft grobkörniger Sand
Oh nimm mich bitte nochmal an die Hand
Zeig mir die Tür zu dir
Schreib mir deine Adresse auf Papier
Tausend unbeantwortete Fragen
Auch wenn es manchmal nicht so scheint
War doch alles ernst gemeint
Über all die Monate warst du mein Licht
Meine Inspiration und dieses Gedicht

nr 236

Nein sag es mir nicht
Nicht jetzt und schon gar nicht ins Gesicht
Meine Welt ist verkehrt
Andersherum
Ich habe mich verbrannt
An einem Gefühl aus Horizont und Strand
Sandburgenbauen und Dosenpfand

Nein sag es mir nicht
Nicht heute und schon gar nicht nach diesem Gedicht
Alles fängt an sich zu strukturieren
Zu gefährlich zu riskieren
Gegen den Stillstand auf allen Vieren
Celebrieren
Ja celebrieren
Geradeaus
Und straight ahead
Werde ich denn wirklich verführt
Von Parallelen, in denen man alles nur noch deutlicher spürt?
Glanz und Bässe zur Superlative kührt
Und wo das endet
Wenn mich trotz Sonnenbrille alles blendet
Auf der Hand liegt, dass man kostbarste Zeit verschwendet

Nein sag es mir nicht
Nicht morgen und ohnehin nicht bei Tageslicht
Denn ich bin zu müde um zu schreiben
Zu abenteuerlustig und lasse mich treiben
Es ist nur ein weiterer Tag von vielen
Ein Cocktail aus Sonne, Träumen und utopischen Zielen
Ein weiterer Tag, an dem Stift und Kuli liegenbleiben

Ein nächster Tag
An dem ich die Geheimnisse unter meinem Herzen trag'

Samstag, 04.Juli


Als die Sonne heute am Höchsten stand, musste ich mich auf den Weg machen um zu meiner Verabredung zu eilen. Vorbildlich schloss ich nicht nur alle Fenster in meinen vier Wänden, sondern auch die Wohnungstür sicherheitshalber zwei Mal ab. Den Schlüsselbund verstaute ich in dem kleinen Seitenfach meiner Handtasche und begann Stufe für Stufe der fünf Etagen des Hausflures zu nehmen. Ungefähr bei der Hälfte meiner herausfordernden Strecke (die Sonne stand ja am Höchsten), also in dem Stockwerk des neuzugezogenen Pärchens, die ich für äußerst suspekt halte, mir allerdings noch kein näheres Bild in Bezug auf mein Bauchgefühl machen konnte, fiel mir ein, dass ich den vollen Müllbeutel in der Küche habe stehen lassen. Ich drehte mich infolgedessen geistesgegenwärtig um und lief die 900 Treppenstufen wieder hoch. Natürlich fand ich den Wohnungsschlüssel nicht auf Anhieb und hatte bereits Schweißperlen auf der Stirn aus Sorge mich selber ausgesperrt haben zu können. Doch glücklicherweise konnte ich mein Kurzzeitgedächtnis austricksen und den Schlüssel siegessicher aus dem kleinen Seitenfach meines Gepäckstückes heraus kramen.

Mit dem stinkenden Hausunrat und noch mehr Zeitnot erreichte ich das Erdgeschoss mit den verbeulten Briefkästen. Um zum Hof, auf dem die Mülltonnen stehen, zu gelangen, muss man über den Kellertrakt gehen und dabei noch zwei weitere Türen öffnen. Diese Türen sind so schwer aufzukriegen, dass ich mich eigentlich immer wenn ich Müll entsorge frage, wie eine gebrechliche ältere Dame dieses Szenario ohne helfenden Fremdeinfluss bewerkstelligen soll.

Im Endeffekt geht es ja auch nur um Pappe, Plastik oder Glas.

Wie dem auch sei, finde ich mich alsbald in einem Meer oder weniger Ozean aus Papier wieder. Auf dem ganzen Boden vor der Hoftür, die gleichzeitig das Tor zur Müllwelt darstellt, liegen Prospekte und Zeitungen wild durcheinander. Wohlmöglich achtlos hingeschmissen von einem Zeitschriftenjungen, dem es zu blöd war, an einem Samstag Mittag ernsthaft etwas für seine Taschengeldaufstockung zu tun. Das wäre zumindest meine Version der Dinge.
Als wäre es also nicht genug, wie ich mich bei steigender Temperatur durch einen Blätterdschungel hangeln muss, nein, so ist auch noch die Stahltür zum Hof verschlossen.

Und weshalb?

Damit die Kellerräume nicht von Obdachlosen oder Kleinkriminellen verwüstet und verdreckt werden können (so in etwa steht es auf dem A4 Zettel der Hausverwaltung geschrieben).
Das ist doch wohl die Höhe.
Genau wie der Punkt, an dem die Sonne sich übrigens zu der Zeit befand.

Die Frage und damit einhergehende Lehre aus dieser sinnfreien Begebenheit eines schönen Tages ist ja aber vielmehr die:

- leben Senioren denn so häufig zu ebener Ebene in unseren Wohnhäusern, weil die einfach ganz genau wissen, wie verteufelt das mit dem Müllrausbringen so sein kann?

- wozu dahinter verschließen, wenn das Eigentliche bereits davor passiert?

Und

- weshalb werden eigentlich Seitenfächer in Taschen eingenäht, wenn man in brenzligen Situationen eh vergessen hat, dass es sie gibt?


simple man

Die Dämonen sind jetzt ausgetrieben
Heute haben wir unsere Geschichte ganz allein zu Ende geschrieben
Die letzten Würfel sind gefallen
Wir müssen uns an keine Luftschlösser mehr krallen
Alle nervenaufreibenden Wochen
Sind nun endlich ausgesprochen
Und es tut gut, ja es befreit
Doch nicht ohne zu wissen
Dass ein Teil verschwindet, der für immer bei dir bleibt
Weil sich dein Name noch in Stunden zwischen meine Zeilen schreibt
Und zum übernächsten Song erkenne ich an deiner Stimmlage
Du wirst für mich sprechen, was ich zu selten sage
Und dafür danke ich dir
Ganz aufrichtig; als Monument genau hier
In diesem Blog, in dem es an die korrekte Stelle passt
Weil du hast
Du hast mich hierhin gebracht
Als alles dunkel war, hast du gelacht
Meine Zweifel besiegt und über meine Ängste gewacht
Ein halbes Herz sind 24 Monate sind 2 Jahre
Sind in Zukunft meine Güter, meine unbezahlbare Ware
Da ist es nur fair, wenn ich uns den Rest erspare
Ich denke ab jetzt einfach stets an deine Worte
Lasse mich zurücktragen an deine verträumten Orte
Dort lag die Ruhe, da fand ich Kraft
Das hast alles du geschafft
Und auch wenn du dachtest, dass irgendetwas fehlt

Hat doch am Ende nur unsere Leidenschaft gezählt

Dem Mittelpunkt in meinem kleinen Leben
Habe ich das nicht rechtzeitig zu verstehen gegeben
Also stelle ich das Glas ab
Asche zum letzten Mal und drücke aus
Und genau so verlasse ich dein Haus
Lasse alles da, nehme nichts mehr mit
Senke meinen Blick und mache den längst überfälligen Schnitt
Mit meinen verdreckten Schuhsohlen
An exakt dem Platz
Kann nur die Realität uns noch einholen
Mein wertvollster Schatz
Damit habe ich uns um die beste Zeit bestohlen

Denkbar, dass es so ist
Denkbar, dass du es gar nicht bist
Wahrscheinlich, dass du alles bist, was ich je besaß
Wahrscheinlich ist das Leiden morgen, was ich gestern vergaß
Der erste Mensch, der aus meinem Handeln las
Und alles was dir nichts mehr nützt
So habe ich mich doch auf dich gestützt
In Formen wie es mir möglich war
Als ich nur in deine Augen sah
Die Sätze kommen zu spät
Mein Seelenverwandter, der ganz endgültig jetzt geht
Wer trägt die Pflicht und wer hat Recht
Alles mit dir

Mit dir war alles echt

Mittwoch, 17. Juni 2009

1
Für die Klänge
Alle himmlischen Gesänge
Bei Tag und Nacht_Gänge
Das Durchbrechen uns auferlegter Zwänge
2
Für die Liebe
Ohne die nichts übrig bliebe
Am Ende des Tages, in der Nacht
Hat einzig sie noch Sinn gemacht
3
Für den ersten Sommerregen
Der in Hitze gebrachte Segen
Wir sind ihm erlegen
Ohne zu frieren
Ohne melancholisch zum Herbst zu tendieren
Denn der erlösenste Regenbogen
Hat seine Spuren schon immer im Hochsommer gezogen
So wartet die
4
Und so bin ich hier
Und Stift und Papier
Ein Ohr am Telefon
Ja ich komme schon
Renne dem entgegen, was ich nicht kenne
Lasse mich darauf ein, sobald ich deinen Namen nenne
Lasse mich fallen
Höre endlich auf meine Fäuste zu ballen
Und gebe mich hin
Dort, wo ich zu Hause bin

Samstag, 6. Juni 2009

post.skriptum


Es sind die riskanten Selbstläufer
Aus kleinsten Begebenheiten alles Überhäufer
Die lauten Töne und auch die leisen
Wenn meine Pflichten im Erinnerungsbrei kreisen
Hart wie Eisen
Und windig wie Papier
Obwohl ich's nicht verdiene, liege ich heut Nacht neben dir
Deine Worte treffen mich wie ein Schlag
Absolut nichts, was ich zu sagen hab'
Einzig diese geschriebenen Zeilen
Sollen dir als Zwischenmeldung kurz mitteilen
Dass ich ungemein gerührt war
Als ich die Verlinkung des Feuerwerkbildes sah
Denn auch wenn ich nicht präsent war
Verstrahlt nicht mehr die eigene Hand vor Augen sah
Weil volle Anwesenheit getauscht
Für unverantwortlich berauscht
Gegen dich
Und für den Seelenstich
840 Minuten
Nasenbluten
Du hast dann gelacht, du hast dann getanzt
Ich habe mich fern von unserer Welt verschanzt
Und nicht näher dahinter geschaut
Mir damit verbaut
Was im Grunde immer fantastischer werden sollte
Hätte ich doch getan, was ich wirklich wollte
Hätte ich heute nicht dieses seltsame Gefühl im Bauch
Und Tränen in den Augen; ja die hab' ich auch
Das Mithalten
Bei einem schönen Tag gestalten
Konnte mir einfach nicht gelingen
Weil ich nur damit beschäftigt war
Mit Bedürfnissen und Verstand zu ringen
Ich hab's nicht gemerkt, das ist wahr
Und wie ich in dein leeres Gesicht jetzt starr'
Was am Ende übrig ist
Zu wenig Bilder, auf denen du zu sehen bist
Ein bemaltes T-Shirt auf dem steht
Was noch lange vor mir geht
Und auch wenn deine Jacke heute nicht mehr neben meiner hängt
Und mich das zugegebenermaßen auch ein wenig kränkt
So habe ich mir dennoch ein paar Argumente zurechtgelegt
1. Hätten sich meine Beine ohnehin niemals zu Boney M. bewegt
Und 2. Wie Tom Vek mal sang
Ist diese Überzeugung noch nicht von mir gegangen
C-C you set the fire in me
Jawoll, das hier ist deine ganz eigene Melodie
B
Das Haupt ist erhoben
Ein gutes Leben mit verschiedensten Proben
Ich sage Sampler
Sichtweisenumkrempler
Ich sage Berlin oder Walachai
In meinem Herzen bist du immer dabei

Mittwoch, 27. Mai 2009

Tanzende Kreise
In ihrer strahlendsten Art und Weise
Zeigen mir den Weg
Führen mich über die Durststrecke mit einem brüchigen Steg
Die Farben kollabieren
Es heißt jetzt froh mit blöd zu subtrahieren
Heute können nur die selbstbestimmten Dinge passieren
Oh ja lass doch die Heiterkeit grassieren
Wie ein Genre der Autonomie
Nur mit viel mehr nach außen tragender Sympathie
Eine kleine Welt, ein kleines Reich
Mit goldschimmernden Fischen in einem beleuchteten Teich
Ohne Makel, ohne Manko
Die geistige Befreiung in blanko
Din A 4
Din A 3
Der perfekte Ort dafür ist hier
Aber du weißt ja, zur Liebe gehören immer zwei

Sonntag, 24. Mai 2009

harry

Es glitzert und es blinkt
Es klackt und es klingt
Es strahlt und es funkelt
Es ist unter der Oberfläche und abgedunkelt
Es ist meins und es gehört dir
Es ist Verlangen und es ist Gier
Es ist endlos und nie begonnen
Es ist wie endlich gewonnen
Es ist auf der anderen Seite
Es ist wohin ich dich leite
Es ist Weltbild
Es ist Schutzschild
Es stillt
Es ist zugespitzt
Es ist was vor meinen Augen blitzt
Es ist was mir im Nacken sitzt
Es ist wie Emblaime eingeritzt
Es ist was ich nicht sagen kann
Es ist wie immer vorbei und niemals dran
Es ist wie einmal gehabt und nie mehr gefunden
Es ist wie Ausdauerlauf in zehn Runden
Es ist wie Krepieren und gleichzeitig Gesunden
Es ist Liebe und es ist Hass
Es ist was ich auf gar keinen Fall mehr von mir lass'

queen dot com

Ich genieße jede Sekunde im Du
Ich bin bei dir mit Augen auf und Augen zu
Was auch immer ich tu
Mein Fokus liegt in deinem Wohlbefinden
Neben Sonnenblumen, unter Pappeln und Linden
Meine Hände sind gewärmt
Der Magen ist gegärt
So wie es ist
Ist
Du bist Perfektionist
Und ich die, die dir das zu verstehen gibt
Wenn deine Hoffnung kippt
Wirf einen Blick zur Seite
Ja ich bin da bis Nordpolweite
Und noch darüber hinaus
Du bist mein Zuhaus
In das ich immer wieder einkehre
Für das ich entbehre
Für das ich mich gegen Eindringlinge wehre
Bis zuletzt
Ich bin einfach schon zulang umhergehetzt
Zuviele Joker in einem aussichtslosen Spiel gesetzt
Als dass ich erneut verschwinde
Asche zu Asche
Das gut gehütete Geheimnis in einer unauffälligen Seitentasche
Niedergeschrieben als Initialen in maroder Baumrinde
Und solang du bleibst
Solang du meine Worte schreibst
Meinen Geist antreibst
Bin ich deine Motivation
Zur Rebellion
Zu was du immer wolltest schon

klein

Warum kann ich nicht zu Hause bleiben
Einfach mal eine banale Zeile zu Ende schreiben
Weshalb lass' ich mich unaufhörlich treiben

Wo ist die Rast

Oder ist die weg, wenn du sie ein Mal verloren hast?
Wieso brauche ich die Lichter
Und warum kümmer' ich mich nicht um andere Dichter
Weshalb nur brauche ich das Verschmelzen
Das am Abgrund hin- und herwälzen
Wieso kann es nicht anders laufen
Und ich mir ein Buch über healthy life Bewegungen kaufen
Totsaufen
Oder ertrinken
Immer davon_rennen oder hinterherhinken
Zu pathetisch oder sich selber linken
Ach zum Teufel wo soll das alles enden
Und wann überhaupt bin ich in meinen eigenen vier Wänden
Mein Schicksal in blutdurchpumpten Händen
Fern von der Realität
Ist ab einem gewissen Punkt ohnehin alles zu spät
Make a living
What everybody got to giving
Der Freigeist, der lädt
Die Inspiration, die geht
Das Ideal, was unter regengetränkten Fahnen nun weht
Meine Sicht ist seit drei Uhr morgens verdreht
Und wenn die Magie mich fast verlässt
Stelle ich mit Freuden doch fest
Der Typ da vorn hat den Bass grad wieder ganz laut aufgedreht

NotinProgress

Ja ich weiß nicht oder ich weiß doch
Wie ein steinharter Betonboden ohne Loch
Und ich falle trotzdem nicht rauf
Er ist unter mir soweit ich auch lauf
Eine S-Bahn, die steht
Mein Weg, den niemand für mich weitergeht
Ich bin irgendwo
Irgendwo abhanden
Ich bin nirgendwo
Nirgendwo eine Fläche zum Landen
Gerade mal 35 Tage
Von denen bleibt als einzigst' Frage
Wieviel ist noch wahr von dem was ich sage?
Denn auch wenn ich dich die ganze Zeit hier mit mir trage
Hat sich was verändert
Hat die Seiten gewechselt
Hat mein Herz verlassen
Hat meinen Mut allein gelassen
Hat vergessen zu lieben
Und verlernt zu hassen
Zwischen den Stühlen
Vollgebombt von Schäumen aus Gefühlen
Die ich nicht ordnen kann
Und auch nicht will
Ich halte jetzt nicht mehr still
Zuviel gesehen
Mehr noch um zu verstehen
Was mir ja ohnehin noch nie gelungen ist
Wenn sich die Realität in mein Gewissen frisst
Weil du nicht mehr der Retter bist

Freitag, 15. Mai 2009

Wäre es nicht toll, wenn ich greifen kann
Was man nicht greifen kann
Wenn Bäche durch Bürokomplexe fließen
Und Maiglöckchen auf Hotelbetten sprießen
Eins mit Allem und genießen
Wer mit wem
Und wie sie alle gleich hießen

Nur einer
Nur einer kann das alles
Und im Falle des Falles
Gebe ich mein letztes Hemd dafür
Gebe ich alles her
Verstecke den Schlüssel zur verschlossenen Tür
Und aus meinen Tränen formt sich ein wunderschöner Ozean aus Mehr

Freitag, 8. Mai 2009

same_same_same_same

Ich bin hier zwischen Uhrzeit und Glas
Ich bin gefangen zwischen Winter und Gras
Ob du wirklich verstehst
Was in mir vorgeht
Wenn du an meinem Spielbudenkarussell drehst
Dich abwendest und sagst "du hast jetzt genug gedreht"
Ich würde so gerne, wenn es doch nur möglich wäre
Aber du bist die Leichtigkeit und ich die Schwere
Oder anders herum und ich denke ins Verquere?
Letztendlich ist es wohl die hemmungslose Leere
Die mich antreibt
Wegen der ich nicht bleiben kann
Wegen der ich schreiben kann
Irgendwann
Und am Ende ist es gar nicht so kompliziert
Wenn du wirklich willst, was hier grad passiert
Zerstöre deinen Plan
Einfach mal ohne Navigationsgerät verfahren
Mit strähnigen Haaren
Vom tagelangen nicht Waschen
Es passt, es passt
Vergiss die unliebsame Rast
Wir sind hier in diesem Loch
Aus Zeit, Temperatur und Emotion
Nur ich
Ich wusste das vor dir lange schon

Samstag, 2. Mai 2009

got it

Ein langes Gespräch im aufgehenden Sonnenschein
Nach dem ich weiß alles soll genauso sein
Nichts ist umsonst
Wenn du schlußendlich zum handfesten Vorhaben kommst
Auf das Wirkliche besinnen
Und dann das Eigentliche beginnen
Ich danke dir für die Erleuchtung
Ganz ohne fünfstündige Kehlenbefeuchtung
Ich gehe jetzt raus
In meinen neuen Schuhen
Verlasse ich das Haus
Lasse alles ruhen
Was mich verrückt gemacht hat
Mein Blick nach oben
Endlich haben sich die Wolken verschoben
Ein neuer Block, ein neues Blatt
Ich habe es gespürt
Du hast mich hierhin geführt

Sonntag, 26. April 2009

Ein Brötchen ohne Butter
Ein Vater ohne Mutter
Ein Tisch ohne Beine
Ein Hund ohne Leine
Ein Essen ohne Geschmack
Eine Tasche ohne Rucksack
Ein Sommer ohne Bienen
Ein Gleisbett ohne Schienen
Ein Haus ohne Wände
Ein Finger ohne Hände
Ein Stift ohne Miene
Eine Schale ohne Apfelsine
Eine Party ohne mich
Zwei Wochen ohne dich
Ein es wird besser sicherlich
An diesem Gebäude hier steht Nichtraucherhotel dran
Ich setze mich aufs Bett und zünde mir eine Zigarette an
Denke nach und greife zum Stift
Lege ihn wieder weg, weil Vokabular auf Emotion jetzt trifft
Was soll ich sagen und dir groß erzählen
Soll ich den leichten oder den schweren Weg wählen?
Es sind nur ein paar Tage
Deine Sätze sind alles was ich sage
Was du wohl grad machst die am Meisten gestellte Frage
Ohne jede Antwort
An einem 500 Kilometer entfernten Ort
Alles glänzend, neu und wunderbar
Lustig, süffig, bla bla bla
Doch wenn mein Blick zur Seite schwenkt
Dann nur weil mein Gedanke sich auf dich plötzlich lenkt
Ich frage mich
Und das ist schon fast lächerlich
Kann es sein, dass ein einziger Mensch mein Ich ausmacht?
Meine vollständige Eloquenz entfacht
Und es dazu bringt
Dass die zweite Seite nicht ständig mit mir schwingt
Wenn dem so ist, bist du meine 1,79 € Sangriaflasche
Und die fast aufgerauchte Kippe, mit der ich jetzt daneben asche
Ich glaube die Wolken ziehen vorbei und weg
Ich glaube hier ist mir zu wenig Dreck
Ich schätze mir gehts gut
Herz.Blut.


Ein Zustand schwerer als jedes Wort
Wie ein fragwürdiger dubioser Transport
Von A nach B
Die Kreuzung an der ich jetzt grad steh'
All die kleinen Dinge, die mir auffallen
Dein Lallen
Mein Zuknallen
Ja ich lass mich fallen
In deiner Gesamtheit
Als tendenzielle Glückseligkeit
Ein Mädchen, das lautlos schreit
Der Weg ist zu weit
Um zu sagen wir sind zu zweit

Sonntag, 29. März 2009

request for mind

Ich zerschlage meine Tastatur
Ich reformiere die Struktur
Allein auf weiter Flur
Zum Mitmachen zu stur
Der Bleistift knickt um
Die Mine meines Kulis schreibt sich runter
Das Glück ist stumm
Die Zeichen werden bunter
Und meine Schlaflosigkeit munter

Zwischen weiß und schwarz ist die nächste Stunde um
Plötzlich werden Erinnerungen wach
Oder schlafen wieder ein
Wann kann man da schon wirklich sicher sein?

Mein Haar mit dem Spiel des Windes
Mein Kopf mit den Träumen eines Kindes
Soviel hat sich gar nicht verändert
Weil die Fantasie weiter mit mir schlendert
Mich beschützt und umsorgt
Mir Heiterkeit und Ästhetik borgt
Ich trete hervor
Mit einem offenen Ohr
Oder beiden
Können wir das Stupide bestens vermeiden
Und den Sonnenschein noch mehr genießen
Deplatziert wie Riesen
In einer Zwergenwelt
Leuchtene Sterne unter dem nächtlichen Himmelszelt
Doch etwas fehlt

Und so verabrede ich mich mit dir
Zerknülle das beschmierte Blatt Papier
Ich muss nicht groß darüber sprechen
Ich muss es nur tun
Ein Tag in deinen Schuhen?
Für immer in deinem Leben
Was Inspirierendes kann es grad gar nicht für mich geben
Natürlich sind da immer diese Leute
Die wissen wollen gestern, morgen oder heute
Doch am Ende heißt es 1, 2, 3
Lass es ziehen
Und mach dich endlich frei
Sieben, Acht, Neun
Ich werde nicht mehr aufhören können mich zu freuen

Samstag, 21. März 2009

t.d.t.f.

Lass uns Pferde stehlen
Und als Erstes immer unsere Prioritäten wählen
Lass uns die Stunden nicht mehr zählen
Wir werden uns morgen schon irgendwie aus den Kissen quälen

you can have my sleep

Wir haben Schmerzen im Bauch
Schwierigkeiten beim Geradeaus gelegentlich auch
Doch das alles bindet sich mit der Luft
Geht auf in Rauch
Umgeben von einem lieblichen Duft
Bin ich dann ab und zu ganz weit weg
Aber das erfüllt schon seinen Zweck
Du bist ja auch nicht immer anwesend
Ich bin dann aus den Augen lesend
Zu selten klappt es, oftmals nicht
Manchmal ein Rausch
Manchmal ein Gedicht
Es sind Wolken wie ein Wattebausch
Viel zu verträumt und sentimental
Doch so ist das mit den empathischen Kindern nun mal
Süden, Norden, Osten oder Westen
In der Mitte schmeckt es doch am Besten

Sonntag, 8. März 2009

don juan


Ich liebe "wonderwall" wenn Chan Marshall es singt
Weil es so noch schmerzvoller klingt
Und selbstzerstörerisch gebe ich mich dem hin
Kippe auf das lsd noch den Gin
Und frage mich wo ich grad bin
Und frage mich dann macht diese Frage eigentlich noch Sinn?
Nach kurzem Augen_schließen
Nach beginnendem Gedanken_fließen
Ertappe ich mich selbst dabei
Wie ich ganz leise deinen Namen schrei'
Ich habe so gehofft diese Phase wäre endlich vorbei
Doch mit einem unauffälligen Blinken auf dem Handy
Tust du als wäre alles zu Ende für nie
Du legst deine Waffen einfach nicht nieder
Probierst es wieder, wieder und wieder
Woher nur nimmst du deine Kraft
Die bei mir glänzende Augen schafft
Und glaubst du ernsthaft
Dass es dieses Mal alles anders wäre?
Meine Stratosphere
Und dein Ist
Vielleicht hast du Recht
Nur mit dir ist echt
Ohne dich ist schlecht
Und ich sehe nur klar, wenn du bei mir bist
Wie du mein Herz auffrisst
Undenkbar
Alles hier unlenkbar
Du schenkst mir ein Lied
Und schickst mir eine CD
Weil du weißt, dass ich von nun an jedem Morgen am Briefkasten steh'
Wenn du das hier liest
Und ein Mädchen ihre Tränen für dich vergießt
Wirst du wissen
Sie hasst es dich zu vermissen

like to do it


Mir ist kalt und mir ist heiß
Ein nächster Zug hilft gegen den Schweiß
Mir ist heiß und mir ist kalt
Das Ganze ist wie eine Naturgewalt
Kaum in Worte zu fassen
Und gefährlich in dein Leben zu lassen
Ich flehe um eine Zugabe
Ich weiß, dass ich Tage darauf gewartet habe
Eine noch und noch eine
Ich tanze doch hier wohl nicht alleine
Es kracht gegen meine Gehirnwand
Ich bin mehr Wasser als Land
Mehr Luft als Boden
Eher aufblühen als zu roden
Sonntag Morgen um Zehn
Und ich habe vergessen nach Hause zu gehen
Das Gefühl ist zu phänomenal
Alles andere ist mir egal
Also schenk nach, streu nochmal neu
Ich hege höchstens bei den Gewöhnlichkeiten die Scheu
Wenn der Bass in meinem Magen hämmert
Und es draußen wieder dämmert
Wäre eine Ruhepause vielleicht ganz angebracht
Doch in 21 Stunden heißt es
Ach was, ich habe einfach weitergemacht

no thanks

Diese dunklen Augen
Wie sie meinen Anstand rauben
Nägel sind nicht zu schrauben
Also soll ich an die Liebe glauben?
Was eine kluge Frau einst sprach
Und damit mein Weltbild durchbrach
Auszuprobieren soviele Sachen
Doch wenn es Liebe ist, dann musst du Schluß machen
Und währenddessen ich kurz sitze, denke ich darüber nach
Komme zu dem einzigen Schluß in meinem Bewegungsfluss
Meine große Liebe beginnt mit C
Und endet auf L U B
Da schlägt mein Puls ganz laut
Weil mein Leben dort auf mich schaut
Es hat mir eine nächste Bahn gebaut
Und ich lächel' vertraut
Danke danke danke
Für das Zerstören der geistigen Schranke
Meine Entwicklung, die ich hier tanke
Und da setzt der Beat auch schon wieder ein
Weise Frau, das muss mein Herzblut sein.

Mittwoch, 4. März 2009

won't let go

Du zauberst ein Lächeln auf mein Gesicht
Dabei kenne ich deinen Namen nicht
Das Lied, was für uns spielte
Wenn ich kein leeres Glas in meinen Händen hielte
Hättest du mich trotzdem angesprochen?
Meine Leidenschaft gerochen?
Wir haben bis jetzt nicht darüber gesprochen
Aber irgendwie ist klar
Dass es so sein sollte, wie es war
Wird das unser Jahr?
Oder nur ein paar bedeutungslose Tage
Kommt es bei dir an was ich sage?
Weil ich dich in meinen Tag trage
Und mich fast unaufhörlich frage
Wann werde ich dich wiedersehen?
Und kann ich an der Bar nochmal neben dir stehen?
Der Moment war einfach zu wundervoll
Als dass es das gewesen sein soll
Vielleicht bin ich verliebt
Vielleicht ist es ein Gefühl, das es gar nicht gibt
Vielleicht bist du nicht greifbar
Eine Illusion
Von der ich geträumt habe vorher schon
Denn du vereinst meine Träume
Wegen denen ich am nächsten Tag vor Glückseligkeit überschäume
Bald sind es grüne Bäume
Und rosige Pflanzen
Ich denke, ich würde gern noch etwas länger mit dir tanzen.

Sonntag, 1. März 2009

the dream of ewan and chan


Zur dunkelsten Tageszeit hast du mich an die Hand genommen
Die Bilder sind dann vor Schönheit verschwommen
Die Musik dröhnt von allen Seiten
Wir tauchen in unendliche Weiten
Ich habe dich hier gefunden
Und schon nach einer Minute reden wir fünf Stunden
Wagst du den Tanz mit mir?
Es ist zu Hause bei dir
Die Sonne geht auf und wärmt meine Hände
Zusammen betreten wir dieses baufällige Gelände
Laufen eine Weile
Deine Augen sind wie Hüpfen über Seile
Bedingungslos und vertraut
Fallen lassen und nicht geschaut
Nach einem großen Kaffee am Morgen
Sind die Küsse nicht mehr verborgen
Die Kinderwagen werden geschoben
Alle werden den Frühling loben
Und wir zwei Beide wissen es schon seit gestern Nacht
Dass der Himmel für uns lacht
Gott sei Dank
So laufen wir noch etwas länger die Straßen entlang
Werden zum nächsten Zwischenhalt tendieren
Um uns etwas Glück zu spendieren
Und ich glaube fast, nur Verliebte gehen spazieren

again again again

Ich liebe den Song, der aus den Boxen dröhnt
Ich habe den dj übertönt
Und dann die Routine verpönt
Wegen dir gestöhnt
Und dann weiter_getanzt
Bis zum Ende, bis zum Tageslicht
Bis die Eingebung sich in mein Hirn gepflanzt'
Ich begehre das hier alles viel zu sehr
Als dass ich ernsthaft sagen könnte ich komme nicht mehr her
Denn was man sich mittags vornimmt
Ist selten, womit die Abenteuerlust am Abend übereinstimmt
Und spätestens wenn die Untersetzer nass sind
Alles andere in meiner Blutlaufbahn verrinnt
Bin ich endlich blind
Für die Dinge, die außerhalb sind
Ich armes Kind?
Nein, ich glücklicher Mensch
Denn das Szenario ist meine Plattform, meine moderne Ranch
Mein Flugzeug 'gen Westen
Und die ersten Küsse sind sowieso die Besten
Wenn man sich erstmal bewegt
Ist das Bewusstsein angeregt
Es bleibt dann die Frage
Ob die Leute noch verstehen was ich sage
Ich mache es einfach nochmal
Wieder und wieder
Kopf oder Zahl
Kopf hängen lassen oder eine Lösung für die Qual
Auch wenn ich mich morgen nicht im Spiegel erkenne
Ist es einfach der Moment, den ich zum König ernenne
Wenn ich von der U-Bahn zur Arbeit renne
Ist mein Hemd umgekrempelt
Und meine Handfläche schon für das nächste Mal gestempelt

everyone's a vip to someone

Ich habe ein neues Lieblingslied
Es handelt davon, wie unkontrolliert alles geschieht
Und dass man sich selbst kaum sieht
Bevor es ein Anderer tut
Alles wird gut
Zeigen dir die Strophen
Manchmal liegen im Detail die Katastrophen
Aber ich war hier
Und werde es auch bleiben
Du kannst anrufen oder auch schreiben
Ich jedenfalls halte ganz sicher zu dir

Freitag, 27. Februar 2009

herzlichen glückwunsch


Levi Strauss wäre in diesen Tagen 180 Jahre alt geworden. Eigentlich hieß er Löb Strauß. Verstorben ist er 1902, was schade ist, denn ab 1906 trat das aktive Wahlrecht für Frauen in europäischen Ländern in Kraft. Und ich finde doch, dass Levi Strauss sehr viel Gutes für die Frau an sich getan hat. Darum denke ich auch, dass das Bild ein angemessenes Geburstagsgeschenk ist. Auf dich Löb!

in beetween ways

Manche sagen das ist das Ende
Ich sage hoch die Hände
Oder die Tassen
Die Kinder einfach mal machen lassen
Wir wissen schon was wir tun
In offenen Schuhen
Oder Senkeln
Wenn wir die Blätter mit Wortklecksen besprenkeln
Wir finden unseren Weg
Und das ist, wofür ich meinen Glauben ins Feuer leg'
Mit Bändern in den Haaren
Zur nächsten Veranstaltung fahren
Kommst du mit?
Wagst du den ganz ungefährlichen Schritt
In diese Konstruktion
In der Impulse leben und Farben wohnen
Hier ist alles wunderschön
Ich habs gefunden
Und werd nicht mehr gehen

neulich bei reichelt

Ich habe jeden Tag eine Stunde Mittagspause, die ist meist knallhart durchstrukturiert ist. Es gibt einen Lieblingsplatz auf dem ich immer sitzen möchte, weil von dort aus einfach alles ertragbarer ist. Ich kann meine Kollegen beobachten und sie innerlich belächeln wenn sie sich mit Dummheit und stupiden Gesprächsthemen angähnen. Ich kann mit den Füßen wippen und wenn ich möchte auch zum Fenster blicken. Die Uhr ist in meinem Sichtfeld, so dass ich immer weiß, um wieviel Minuten ich die Pausenzeit überziehe. Wenn ich Glück habe, habe ich ein Kreuzworträtsel ergattert, in dem ich ein bisschen rumschmieren kann. Doch das größte Glück an sich ist es, wenn der Platz zu meiner Rechten vom richtigen Menschen besetzt ist. Und von den richtigen Menschen gibt es ja ohnehin schon so wenig auf der Welt, dass ich zufrieden bin, einen von ihnen auf meiner Arbeit entdeckt zu haben.
Pausen sind nun aber nicht zum komische Leute beobachten und Fragen wie "Stadt in Südamerika" beantworten da, zumindest nicht hauptsächlich. Der Focus liegt bei der Nahrungsaufnahme. Meine Angewohnheit ist es, jeden Tag eine fünf Minuten Terrine zu essen. Das ist günstig und praktisch. Natürlich könnte ich mir auch ein Gericht bei unserem hauseigenen Koch kaufen, aber da müsste ich mich dann entscheiden, ob ich täglich 3,90€ für ein fettiges, generell mit Zwiebeln überhäuftes Mahl ausgeben möchte oder mir einfach meine Schachtel Zigaretten am Bahnhof kaufe.
Ich wähle den Bahnhof.
Nun ist das mit den fünf Minuten Terrinen ja so eine Sache. Ich hatte zum Ende des letzten Jahres eine mehrwöchige Phase, in der ich jeden Tag die gleiche Sorte des Fertigsnacks aß. Nudeln in Käse Schinken Soße. Jeden Tag. Jeden.
Irgendwann war es auch schon Gewohnheit, dass mein Bauch anfing zu schmerzen wenn ich mit dem Verzehr des 0,99€ Dinners fertig war, doch dann. Dann kam diese eine signifikante Pause, in der mein Körper mir unmissverständlich klarmachte, dass er dieses Zeug, das ich ihm gebe, nicht mehr verarbeiten kann. Und nicht mehr verarbeiten will. Ich war bei der Hälfte des Bechers angelangt als ich plötzlich spürte, wie die letzten Löffel nicht den Weg nach unten sondern den Weg nach oben suchten. Ich musste mich fast übergeben. Am Pausentisch. In einem vollen Raum. Blitzartig stellte ich das Essen ab und blickte entsetzt zu meiner Rechten. An diesem Punkt beendete ich diesen im Nachhinein sehr merkwürdigen Selbstversuch und beschloss nur noch Sorten von anderen Herstellern zu essen. Und als ich neulich im Reichelt Markt in das Regal der vielen verrückten Variationen der fünf Minuten Terrinenwelt griff um etwas Neues auszuprobieren, passierte mir das



Ja, das war ein weiterer Schritt zurück. Ich sprach mir selbst gut zu und nahm mir für den folgenden Tag ganz fest vor mehr Vitamine in mein Leben zu lassen. Motiviert und in meinem Vorhaben gefestigt, stand ich tags darauf in der Gesundheitsecke des Reichelt Marktes. Farblich angesprochen lockte eine 100% Fruchtaufmachung in einem schönen Glas meine Blicke auf sich. Der Preis jedoch lies mich kurz erschrecken. 2,79€. Hui. Aber der Körper ist das höchste Kapital oder? Während meiner Gedankengänge und meiner noch nicht vorangeschrittenen Geschmacksentscheidung griff ein wahrscheinlich gut betuchter, fit wirkender, großer Mann im Anzug mit seinen starken Händen zielstrebig nach dem Glas, mit welchem ich schon liebäugelte. Das war der Wink, den ich brauchte und mein Kaufentschluss war besiegelt.
Als ich einige Minuten später dann im Pausenraum genüsslich ein Schluck nahm und mir einbildete, spüren zu können, wie mein Teint frischer wird und auch mein Calciummangel verschwindet, traf es mich wie ein Schlag. Es ist wie Blasphemie fürs Geld ausgeben. Ich drehte den dekorativen Schraubverschluss zu und las ganz beiläufig die Schriftzüge, die auf dem Deckel standen und musste feststellen.
DAS DING WAR ABGELAUFEN.
2,79€ für eine Lebensmittelvergiftung? Da helfen mir die Vitamine auch nicht mehr soviel.
Das war's, ich bin fertig mit der healthy life Bewegung, sollen die Anderen mal machen und mich anprangern wegen der fünf Minuten Terrinen.




Was mir zu sagen bleibt ist Bremen 1874 und Philadelphia 1876, gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.
Reinheit! Da ist Verlass drauf.

you're the b for me

Vor zwei Stunden habe ich deine Wohnung verlassen
Und dich in dem Glauben gelassen
Nach Hause zu fahren
Erklärungen kann ich mir jetzt sparen
Denn du weißt ganz genau
Blitzt das Licht, werd ich zur Rampensau
Neuschnee legt sich auf den Tau
Und ich mich dazu
Eine weitere Nacht, die ich mir um die Ohren hau'
In den Morgen gestürzt im Nu
Den Rest kannst du dir denken
Und eigentlich wollte ich meine Sätze auf etwas ganz anderes lenken
Dir kurz mitteilen
Es ist schön mit dir zu verweilen
Denn ich weiß du liest zwischen den Zeilen
Also werde ich mich bei dir niemals langweilen

je dis aime - mia haben eingeladen


Bands verändern sich. Sie werden besser, sie werden schlechter, sie trennen sich, sie tauchen nur noch in der Presse auf wegen ihren Skandalen oder sie geraten einfach in Vergessenheit. Bei einer Berliner Formation trifft irgendwie nichts davon zu, doch wenn wir ehrlich sind; auch bei Mia ist nicht mehr alles neu. Ekelhaftes Benehmen war vor über einem halben Jahrzehnt als sie auf dem ersten Mai spielten in unserer schönen factory city. Das war verrückt und die Antwort für musikgelangweilte Kids, deren S.O.S. von der Frau mit den rotzigen Texten erhört wurde. Die ersten beiden Alben sind was ganz Besonderes und ich sag das mit ganz viel Liebe in den Worten. Die Lieder prägten und gaben genügend Ökostrom für energielose Tage. Die folgenden zwei Alben wurden etwas kommerzieller, ja. Irgendwie kamen die 100% nicht mehr ganz so rüber und das Herz wurde etwas hungrig, weil die Sättigung nicht einsetzte. Doch wer einmal Fan ist, der ist eben Fan. Odernichtoderdoch?
Ich schreie doch! und als ich im Dezember erfuhr, dass Mia im Februar Berlin mit einem Konzert beehren, da sagte ich mir "komm mein Mädchen, die Aussicht auf einen Abend mit poems of on and off lässt du dir nicht entgehen". Und so kaufte ich mir eine Karte. Und für meinen Freund auch gleich eine. Uhlala und was soll ich sagen? Es war magisch. Ein Spielen der Heroes gespickt mit Sonne, blauen Flecken, Glückssternen zum Greifen nah und einem impulsiven Tanz der Moleküle. Als Erinnerung bleibt ein Rauschen in den Ohren und der erneuten Überzeugung: Mia, we kill for you! Der erste Song des Konzertes war natürlich "Kapitän", aber das kann man verstehen, denn das ist ja auch der Einstieg ins aktuelle, vierte Album. Und genau mit diesem Trick sofort danach die älteren Songs anzustimmen, hat die Band unsere Hingabe eingefangen. Es war so schön alle unsere Lieder und auch die von Atze de Boe zu hören. Die Liederwahl des Auftritts war quasi wie die Wiedergabeliste eines treuen Fans in seiner iTunes Bibliothek. Die Beine waren in Bewegung, die Kehlen befeuchtet, die Machtspiele begonnen. Halt still? Nein komm her! Pro Test oder nur für diese eine Nacht? Noch mehr Bier damit es noch mehr kracht. Und weil die Hoffung so abwegig war, dass ich sie gar nicht hatte, hat mich Mieze noch glücklicher gemacht, als sie meinen Lieblingssong spielte. 2 pieces. Vielleicht nicht meinetwegen, bestimmt aber deinetwegen. Danke, ich war verzückt. Die cool cat formte die Bühne zum Zirkus mit bunten Farben, schönen Kleidern und akrobatischen Einlagen, bei denen sie sich wie ein Kreisel drehte und austobte. Einem Konzertbesucher schenkte sie dann noch das große Glück, mit ihr tanzen zu können. Sie ist eben ein echter Engel.
Das Ende wurde mit Du zur großen Explosion von Kreischen, Jubeln und in die Höhe gerissenen Armen.
Dekadenter Konfettiregen als die Lichter angingen.
Wir mussten unsere Gemüter dann wieder in die Realität schwingen.
Aber nicht ohne das Gefühl der letzten zwei Stunden und das Glitzern in den Augen.
Ja, dann war das wohl Liebe.

Sonntag, 22. Februar 2009

everything comes true




Der frühe Vogel fängt den Wurm
Du eroberst mich im Sturm
Von oben im Leuchtturm
Schauen wir lächelnd
Den Anderen dem Leben hinterherhechelnd
Ich denke wir machen es richtig
Denn nur Entfaltung ist wichtig
Und darum schreien wir ganz laut
Bis jemand unser Universum baut
In dem wir bleiben
Und die schönsten Gedichte schreiben

Wie der Tag begann
Ist was ich vergaß gegen Mittag irgendwann
Die Zeit steht still
Das hier ist das Leben, was ich will
Wir können es selbst gestalten
Und unsere Bedürfnisse verwalten
Haare spalten
Und Fingernägel bemalen
Wir lesen in Zahlen
Verwandeln Wände in Unikate
Für die Rückfahrt keine Karte
Können Substanzen konsumieren
Werden zu weltfremd tendieren
Über Simone De Beauvoir debattieren
Einfach unseren Kern genießen
Und uns mit Seelenfrieden begießen